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Laforgue, R. (1930). Über die Erotisierung der Angst. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(3-4):420-429.

(1930). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(3-4):420-429

Über die Erotisierung der Angst

René Laforgue

Die Psychoanalyse hat uns mit der merkwürdigen Art bekannt gemacht, mit der die verdrängte Libido eines Individuums infantile Mechanismen und Ersatzorgane zu ihrer Befriedigung benützen kann. So lernten wir erkennen, daß psychische und körperliche Funktionen, die anscheinend nichts mit der Sexualität zu tun haben, sekundär in den Dienst derselben gestellt, d. h. erotisiert werden können, z. B. die Darmtätigkeit oder, wie wir oft die Beobachtung machen können, das Leiden als Ausdruck der zensurierten Befriedigung und Bindung der im Ödipusstadium festgehaltenen Libido.

Schon seit langer Zeit haben wir uns die Frage gestellt, inwieweit in ähnlicher Weise auch die Angst erotisiert werden könnte, dies um so mehr, als vielleicht einige Beziehungen zwischen Angst und Vorlust bestehen, die es der Libido erleichtern dürften, die Angst als Ersatzbefriedigung in ihren Dienst zu ziehen.

Es fällt nicht schwer zu beobachten, daß jemandem Angst machen können oft bewußt, sei es in der Phantasie, sei es in den Spielen oder gar im Beruf, von vielen Individuen als eine Befriedigung erlebt wird. Man braucht sich ja nur der vielen Gespenstergeschichten zu erinnern, die so geeignet sind, Kindern und oft auch Erwachsenen Angst einzuflößen und deshalb direkt zur Angstentwicklung verwendet werden können. Weiterhin die dramatische Schilderung angsteinflößender Greueltaten, angstauslösender Ereignisse, schrecklicher Unglücke usw.

Es braucht kaum erwähnt zu werden, wie systematisch die Menschen ihr Benehmen oft darauf eingestellt haben, ihren Nächsten zu ängstigen, um sich ihn durch die Angst gefügsam zu machen; ist doch dies ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Erziehungsmethoden, ob es sich nun um das Verhältnis der Eltern oder Lehrer zum Kinde oder um das des Staates, der Autorität, des Führers zur Masse handelt.

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