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Reich, W. (1931). Über den epileptischen Anfall.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(2):263-275.

(1931). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(2):263-275

Über den epileptischen Anfall.

Wilhelm Reich

Ich bringe hier eine klinisch-analytische Beobachtung vor, die für die Klärung der Epilepsie Wert gewinnen könnte, wenn sich die Auffassung des epileptischen Anfalles, die sich dabei ergab, als zumindest für die Spätepilepsie allgemeingültig erweisen sollte. Man kann heute, da das Problem der Epilepsie so großes Interesse beim ärztlichen Psychologen geweckt hat, nicht, wie man es vorziehen würde, abwarten, bis man das Problem allseitig an vielen Fällen selbst wissenschaftlich geklärt hat, sondern darf auch eine vereinzelte Beobachtung dem bereits gesammelten Material anfügen, in der Hoffnung, daß sich von anderer Seite Bestätigungen, vielleicht auch fruchtbare Kritik ergeben werden.

Der epileptische Anfall wurde in jüngster Zeit von mehreren Autoren psychoanalytisch gedeutet und es wurde versucht, die Epilepsie psychologisch zu erklären. Nach Schilder etwa stellt der epileptische Anfall eine Wiedergeburt dar, und im epileptischen Dämmerzustand sollen Mutterleibs- und Geburtsphantasien eine große Rolle spielen. Durch das sogenannte Ersparnisverfahren bei Reproduktion vorgesagter Texte ließ sich auch nachweisen, daß die Amnesie des Epileptikers keine vollständige ist, sondern sich wie beim Hysteriker teilweise beheben läßt. Stekel, dem das Verdienst zukommt, das Problem der Psychogenie der Epilepsie und ihrer psychotherapeutischen Beeinflußbarkeit neuerdings zur Diskussion gestellt zu haben, nimmt als Ursache des epileptischen Anfalles Todesangst, Grausamkeit, Inzestwünsche, Homosexualität und anderes an.

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