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PEP-Web Tip of the Day

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Schilder, P. (1931). Über Neurasthenie: Vortrag in der New Yorker psychoanalytischen Vereinigung am 24. Februar 1931. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(3):368-378.

(1931). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(3):368-378

Über Neurasthenie: Vortrag in der New Yorker psychoanalytischen Vereinigung am 24. Februar 1931

Paul Schilder

Freud rechnet die Neurasthenie den Aktualneurosen zu. Er macht die ungenügende Sexualfunktion und -befriedigung unmittelbar für das neurasthenische Symptom verantwortlich. Es gilt lediglich herauszufinden, in welcher Weise der unmittelbare Geschlechtsgenuß beeinträchtigt wird. Freud selbst ist diesem Problem nicht weiter nachgegangen. Die analytischen Beiträge sind spärlich. Landauer verneint ausdrücklich spezifisch seelische Konflikte.

Erst W. Reich nimmt das Problem wieder auf. Er berichtet über Zersplitterung des Orgasmus bei Patienten, die über akut aufgetretene neurasthenische Beschwerden klagen: Reizbarkeit, Arbeitsunlust, Ermüdungszustände, diffuse körperliche Beschwerden und Rückenschmerzen, Ziehen in den Beinen. Nach Freud sind sie auf exzessive Onanie oder gehäufte Pollutionen zurückzuführen. Reich selbst ist zwar der Ansicht, daß Freuds Auffassung zu Recht besteht, aber seine Beispiele zeigen, daß ein Konflikt seelischer Art die Onanie einleitet, und daß lediglich der seelische Konflikt der Onanie ihre krankmachende Wirkung gibt. In seinem ersten Falle ist offensichtlich der Inzestwunsch dafür maßgebend, daß exzessive Onanie betrieben wird, die schließlich zu neurotischen Beschwerden führt. In seinem zweiten Fall wird der Koitus durch den Gedanken gestört, das Glied sei zu klein. Mit der Beseitigung des störenden Gedankens wichen die Beschwerden. Reichmeint, daß nur von Schuldgefühl gestörte Onanie Neurasthenie erzeuge. Reich scheint der Ansicht zu sein, daß der seelische Konflikt die Onanie, resp. die Sexualbetätigung störe und daß dann das neurotische Symptom unmittelbar durch das gestörte Sexualtoxin erzeugt würde.

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