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Fenichel (1931). Reich, Wilhelm: Die Sexualnot der werktätigen Massen und die Schwierigkeiten der sexuellen Beratung. „Sexualnot und Sexualreform“, Verh. d. IV. Kongr. der Weltliga für Sexualreform, Wien, 16.-23. IX. 1930.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(3):408-409.

(1931). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 17(3):408-409

Reich, Wilhelm: Die Sexualnot der werktätigen Massen und die Schwierigkeiten der sexuellen Beratung. „Sexualnot und Sexualreform“, Verh. d. IV. Kongr. der Weltliga für Sexualreform, Wien, 16.-23. IX. 1930.

Review by:
Fenichel

Eine knappe, präzise, sehr lesens- und beherzigenswerte Übersicht über die Zusammenhänge zwischen den Sexualproblemen unserer Zeit und den gesellschaftlichen, besonders wirtschaftlichen Zuständen und Institutionen. Daß die materielle Daseinsweise der Massen ihr Sexualleben mannigfach ungünstig beeinflußt, daß und wie Wohnungsnot, Geburtenregelungs- und Prostitutionsfragen die gesunde Sexualregelung stören und ihrerseits in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung verankert sind, ist bekannt. (Die Herausarbeitung dieser Einflüsse und Verankerungen durch Reich ist aber sehr dankenswert.) Viel bedeutungsvoller für den Psychoanalytiker erscheint der zweite Teil der Reichschen Ausführungen, der Analoges für die Neurosen nachweist, deren Zusammenhang mit der Sexualität erst durch die Psychoanalyse klargestellt wurde. Was veranlaßt die pathogenen Verdrängungen und was verleiht ihnen pathogene Kraft? Die jeweilige „Moral“ und die gesellschaftlichen Institutionen, die die Sexualbefriedigung als gefährlich perzipieren lassen und so Angst und Schuldgefühle erzeugen, und die im Dienste der herrschenden Klasse stehen. Sie werden wirksam durch Ehe und Familienerziehung. Die bürgerliche Gesellschaft braucht Ehe und Familie aus Erbrechtsinteressen, zum Schutz von Frau und Kindern, die Familie früher als Produktionseinheit, jetzt als „Ideologiefabrik“. Deshalb ist sie zu sexualverneinenden Ideologien und pädagogischen Praktiken gezwungen, um die Fähigkeit zur Ehe herzustellen.

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