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Federn, P. (1934). DAS ERWACHEN DES ICHS IM TRAUME. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(1):109-112.

(1934). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(1):109-112

DAS ERWACHEN DES ICHS IM TRAUME

Vortrag von Paul Federn

gehalten der Wiener psychoanalytischen Vereinigung am 22. November 1933.

I Die Orthriogenese

Im völlig ungestörten Schlafe ist — nach aller Wahrscheinlichkeit — das Ich ohne Besetzung, d. h. so besetzt wie im Embryo (vielleicht: wie im schlafenden Embryo). Das Ich des Vortags erwacht aus solchem Schlafe als aktuelles Ich; diese Wiederbesetzung geschieht um so mehr in einem Akte und um so schneller, je normaler Schlafen und Erwachen sind. Es muß dabei das Ich demnach in kürzester Zeit sein ganzes Werden wiederholen. Ich schlage vor, dieses Geschehen, weil es allmorgendlich vor sich geht, analog zu „Onto-“ und „Phylogenese“ „Orthriogenese“ zu nennen. Obgleich der Vorgang am normalen Erwachen erst durch Erfindung einer „Zeitlupe für psychische Erscheinungen“ wahrnehmbar würde, ist es doch keine Gedankenspielerei, ihn vorauszusetzen. Diese Annahme ist vielmehr geeignet und notwendig, um viele Erscheinungen des Traumlebens genauer zu beschreiben und, wie ich meine, auch zu erklären.

Das Traum-Ich ist nämlich immer nur zum Teil erwacht, es hat nur einen Bruchteil des Umfangs und Inhalts des wachen Ichs, seine Ich-Grenze ist nur nach Bedarf der jeweiligen Traumszene besetzt, ganze Funktionen fehlen ihm. In bezug auf die Lebensreife ist in den meisten Träumen das Ich ganz nahe an die aktuelle Zeit herangekommen, es ist das Ich zwischen gestern und heute.

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