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PEP-Web Tip of the Day

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Róheim, G. (1941). Die psychoanalytische Deutung des Kulturbegriffs. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(1):9-31.

(1941). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(1):9-31

Die psychoanalytische Deutung des Kulturbegriffs

Géza Róheim

1. Die Urhorde

Die erste psychoanalytische Deutung der Kultur, als Ganzes betrachtet, hat Freud in „Totem und Tabu” gegeben. Nach der Ermordung des Urvaters haben sich die Söhne der Urhorde mit ihm identifiziert und eben die Dinge sich versagt, die er ihnen zu tun verboten hatte. So wurde der „nachträgliche Gehorsam“ der siegreichen Söhne zur Grundlage der Gesellschaft und der Kultur. Eine stillschweigende Voraussetzung dieser Theorie ist die Annahme eines kollektiven Unbewussten. Wenn wir uns diese Annahme zu eigen machen, so sind wir berechtigt, Gruppenhandlungen aufeinander folgender Generationen so zu deuten, als ob sie Tätigkeiten ein und desselben Individuums wären. Ist es wahrscheinlich, dass die Menschheit jemals in dem als „zyklopische Familie“ bezeichneten Typus der Gesellschaftsordnung gelebt hat? Seit dem Erscheinen von „Totem und Tabu“ haben wir neue Bestätigungen erhalten, die das Leben der höheren Affenarten und der Menschenaffen betreffen, und wir wissen, dass das, was als „Dominanz-Typus“ der Gesellschaft beschrieben worden ist, sehr viel Ähnlichkeit mit dem Bilde aufweist, das uns von „Totem und Tabu“ her vertraut ist. Ferner finden wir in vielen Mythen primitiver Völker gewisse Züge, die stark für die „Urhorden“-Auffassung (zum Unterschied von der reinen „Ödipus“-Auffassung) sprechen.

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