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Fenichel, O. (1941). SACHS, H.: The Prospects of Psycho-Analysis. International Journal of Psycho-Analysis, XX, 3/4.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(3-4):344.

(1941). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(3-4):344

SACHS, H.: The Prospects of Psycho-Analysis. International Journal of Psycho-Analysis, XX, 3/4.

Review by:
O. Fenichel

Es wäre ein Irrtum, zu glauben, dass die Entwicklung einer Wissenschaft nur durch ihren Gegenstand und durch ihre allmähliche Annäherung an die Wahrheit determiniert wäre. Sie hängt vielmehr immer auch von irrational-emotionellen psychologischen Bedingungen ab. — Die Psychoanalyse unterscheidet sich in zweierlei Weise von andern Wissenschaften.

1.   durch die Tatsache, dass „nicht nur ihre Gründung, sondern auch ihre Ausarbeitung viel mehr von einem einzigen Mann geleistet wurde als in ähnlichen Fällen“.

2.   durch die Tatsache, dass die Psychoanalyse „zu einem relativ sehr frühen Zeitpunkt unter das schützende Dach einer Organisation gebracht wurde“. Diese Organisation war notwendig und hat viele Vorteile gebracht. Aber mit der Zeit machten sich auch Nachteile bemerkbar: „Jede Organisation entwickelt eine Neigung, einen praktischen Zweck zu ihrem Kern zu machen, zum Zentrum ihres Interesses, zum wesentlichen Faktor ihrer lebendigen Tätigkeit — und die psychoanalytische Vereinigung war keine Ausnahme von dieser Regel. Ausserdem wird auch jede Organisation wie ein Organismus ihren Hauptzweck in der Erhaltung ihrer eigenen Existenz sehen.“ Im Falle der Psychoanalyse bedeutete dies ein Auseinandergehen von wirklicher wissenschaftlicher Entwicklung und Organisation. Diese Spaltung betrifft besonders die nicht-medizinischen Anwendungsgebiete der Psychoanalyse, weil die Organisation praktisch orientiert ist und ihre konservative Neigung sie mehr einseitig mit den medizinischen Gesichtspunkten verbindet. — Es ist schwer, sagt Sachs, die Zukunft vorauszusagen. Aber er erinnert an Freuds Ansicht über das Schicksal des Moses: „Die Lehren des Moses machten viele Änderungen und Wandlungen durch; zeitweise schienen sie völlig verschwunden, zeitweise direkt in ihr Gegenteil verkehrt. Aber nach einem langen Zeiträume erschienen wahrer Kern und Inhalt dieser Lehre wieder und wurden zur leitenden Kraft unseres Teiles der zivilisierten Welt. Es scheint nicht unwahrscheinlich dass Freuds Entdeckung des Unbewussten und des Ödipuskomplexes ein ähnliches Schicksal haben wird.“

O.

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