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Bensch, R. (1999). Zur Psychoanalyse der Langeweile. Jahrb. Psychoanal., 41:135-163.

(1999). Jahrbuch der Psychoanalyse, 41:135-163

Zur Psychoanalyse der Langeweile

Rudolf Bensch

In Georg Büchners „Lenz” heißt es:

„‚Ja, Herr Pfarrer, sehen Sie, die Langeweile, die Langeweile! Oh, so langweilig! Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen soll; ich habe schon allerhand Figuren an die Wand gezeichnet.’ Oberlin sagte zu ihm, er möge sich zu Gott wenden; da lachte er und sagte: Ja, wenn ich so glücklich wäre wie Sie, einen so behaglichen Zeitvertreib aufzufinden, ja, man könnte sich die Zeit schon ausfüllen. Alles aus Müßiggang. Denn die meisten beten aus Langeweile, die anderen verlieben sich aus Langeweile, die Dritten sind tugendhaft, die Vierten lasterhaft, und ich garnichts, garnichts, ich mag mich nicht einmal umbringen, es ist zu langweilig!’” (Büchner 1988, 153)

In seinem Traktat „Die Wechselwirtschaft” aus seinem Werk „Entweder - Oder” behauptet Sören Kierkegaard: „Die Langeweile ist die Wurzel allen Übels.” Und er fährt fort:

„Das kann man vom Anfang der Welt an verfolgen. Die Götter langweilten sich; daher schufen sie den Menschen. Adam langweilte sich, weil er allein war; deshalb wurde Eva geschaffen. Von diesem Augenblick an kam die Langeweile in die Welt und nahm zu im selben Maße, wie die Menschenmenge zunahm. Adam langweilte sich allein, dann langweilten sich Adam und Eva gemeinsam, dann langweilten sich Adam und Eva und Kain und Abel en famille, dann nahm die Menschenmenge in der Welt zu, und die Menschen langweilten sich en masse.

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