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PEP-Web Tip of the Day

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Robitsek, A. (1910). Die Analyse von Egmonts Traum. Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 2(2):451-464.

(1910). Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschung, 2(2):451-464

Die Analyse von Egmonts Traum

Alfred Robitsek

Bei der Lektüre von Goethes Egmont war mir die Gebärde aufgefallen, mit der der Held des Dramas aus seinem letzten Schlummer vor der Hinrichtung erwacht. Seine erste Bewegung ist, nach dem Haupte zu greifen. Ich bemerkte, daß diese Gebärde, die den im Traume erschauten Lorbeerkranz sucht, ebensogut der Ausdruck der Angst eines Mannes sein könnte, der unmittelbar vor seiner Enthauptung steht; ich begriff, daß sie als „Symptomhandlung“ im Sinne Freuds aufzufassen ist. Angeregt durch diese Beobachtung sowie durch die von Freud durchgeführte Analyse von gedichteten Träumen wendete ich seine Methode auf Egmonts Traum an, ein Versuch, dessen Resultat hier folgt.

Egmonts Schicksal ist entschieden. Durch Albas Abgesandten ist ihm im Gefängnis sein Todesurteil verkündigt worden und das Gespräch mit Ferdinand hat ihm gezeigt, daß jede Hoffnung auf Befreiung vergebens ist. Er weiß, daß er in wenigen Stunden hingerichtet wird. Wie stark, wie zuversichtlich war seine Hoffnung auf Befreiung: „O ja, sie rühren sich zu Tausenden! Sie kommen, stehen mir zur Seite. — Die Tore spalten sich, die Gitter springen, die Mauer stürzt vor ihren Händen ein und der Freiheit des einbrechenden Tages steigt Egmont fröhlich entgegen. — — Ach Klärchen, wärst Du Mann, so säh' ich Dich gewiß auch hier zuerst und dankte Dir, was einem Könige zu danken hart ist — Freiheit.“

Jetzt aber ergibt er sich in das Unabänderliche. Und „so legt der Müde sich noch einmal vor der Pforte des Todes nieder und ruht tief aus, als ob er einen weiten Weg zu wandern hätte“.

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