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Saller, V. (1993). Von der Ethnopsychoanalyse zur interkulturellen Therapie. Luzifer-Amor, 6(12):99-123.

(1993). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 6(12):99-123

Von der Ethnopsychoanalyse zur interkulturellen Therapie

Vera Saller

„Ja wirklich, Du arbeitest psychoanalytisch mit TürkInnen?“ fragt mein Gegenüber erstaunt, und dann zu seiner Frau gewendet: „Wir haben uns doch immer wieder die Frage gestellt, ob Psychoanalyse mit TürkInnen überhaupt möglich sei.“ Und wieder zu mir: „Wir vermuteten nämlich, daß die durch die Psychoanalyse bewirkte Abgrenzung von der eigenen Familie für einen Türken, insbesondere aber für eine Türkin nicht möglich sei. Sie würde aus allen sozialen Netzen fallen.“

Der Gesprächsfetzen aus der Unterhaltung mit zwei StudienkollegInnen aus der Ethnologie hallt seltsam fremd und doch vertraut in mir nach. Genau! Diese Art Fragen hatten wir uns damals als StudentInnen in den 70er Jahren gestellt, denkt es weiter in mir. Weshalb nur liegt die Frage heute so seltsam quer zu meinem Denken? Liegt es an dem, was ich in der Zwischenzeit über Psychoanalyse gelernt habe? Oder habe ich die Ethnologie ganz und gar vergessen?

Wenn meine südamerikanischen und türkischen PatientInnen das Setting nicht einhalten können oder wenn sie nach Überstehen der schlimmsten Krise die Therapie wieder abbrechen, muß ich mir dann nicht genau diese Frage stellen?

Damals, zur Zeit meines Ethnologie- und Pädagogikstudiums, war die Psychoanalyse für mich ein Set von abstrakten Aussagen über den Menschen.

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