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Beland, H. (1996). Von der Allmacht der Gedanken (Freud) zur Allmacht über das Denken (Klein). Luzifer-Amor, 9(17):134-166.

(1996). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 9(17):134-166

Von der Allmacht der Gedanken (Freud) zur Allmacht über das Denken (Klein)

Hermann Beland

Diese Arbeit versucht, Phänomen und Begriff von ‚Allmacht‘ zu klären. Es soll dabei vor allem um die kleinianische Fortsetzung der klinischen Beobachtung des Phänomens nach Freud und um die theoretische Erfassung des Begriffs über Freud hinaus gehen. Der Wunsch nach Klärung entstand aus dem Eindruck der frustrierenden Konfusion des Wortgebrauchs, der Unklarheit über den Rang eines klinischen Phänomens und dem Ärger über die Ausdehnung eines Gruppenkonflikts auf die klinische und theoretische Zugänglichkeit eines wichtigen Aspekts des normalen und des pathologischen Denkens. Es ist ein problemorientierter Versuch, der überwiegend hermeneutisch-philologisch ausgerichtet ist. Ausführliche Zitate werden für den Leser nützlich sein.

1. Drei Problembereiche des Begriffsgebrauchs

Bei Freud war die ‚Allmacht der Gedanken‘ einerseits der deskriptive Begriff eines klinischen Phänomens und andererseits der Integralbegriff des ersten theoretischen Systems, der die Kindheitsentwicklung mit der Menschheitsentwicklung, der Neurosenlehre, der ersten Kulturtheorie und der Kunsttheorie verband. Der Begriff blieb zwar in jedem Stadium der Theoriebildung erhalten, geriet aber doch irgendwie zwischen die Mühlsteine der revidierten Theorien und wurde später eher mit kritisierten Theorieanteilen oder mit Entwicklungsspekulationen Freuds verbunden. Die Allmacht der Gedanken hing z. B. mit der Entwicklungshypothese der halluzinatorischen Wunscherfüllung im Stadium des primären Narzißmus zusammen, mit den Hypothesen über die prähistorische Menschheitsentwicklung und später mit der Todestriebhypothese. Das aber waren bekanntlich genau jene Hypothesen Freuds, die von einem großen Teil der psychoanalytic community fallengelassen wurden oder nie akzeptiert worden waren. In den Jahrzehnten nach dem Krieg geriet dann der Gebrauch des Adjektivs bzw. Adverbs ‚omnipotent‘ geradezu zu einem Kennzeichen kleinianischer Texte, während das Wort in denselben Jahrzehnten aus der postfreudianischen und ichpsychologischen Literatur allmählich verschwand.

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