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Jokl, A.M. (1997). Jehoshua Bin Nun: Eine Untersuchung. Luzifer-Amor, 10(19):123-150.

(1997). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 10(19):123-150

Jehoshua Bin Nun: Eine Untersuchung*

Anna Maria Jokl

Die Frage dieser Untersuchung ist, wieweit der Gedanke der Erlösung bereits im Alten Testament enthalten ist, und zwar verdeckt dargestellt in dem Paar des großen Moses und seines Dieners Josua. Anhand des folgenden Materials soll untersucht werden, ob Josua, wie die anderen Gestalten des A.T. (in seinem historischen Teil) nur historisch aufgefaßt dargestellt ist, oder, wie hier angenommen, als Teil Moses’ verstanden werden muß, nämlich als sein erlöster Teil. Diese These wird nicht von einem Religionswissenschaftler aufgestellt, sondern von einer säkularen jüdischen Psychotherapeutin, deren Aufmerksamkeit bis dato nicht auf diese Fragen gerichtet war. Den Anlaß zu dieser Untersuchung gab die Auffindung und Lektüre eines Midrasch (mündliche Überlieferung), der, obgleich seit ca. 50 Jahren in deutscher Übersetzung weithin zugänglich, merkwürdigerweise unbeachtet geblieben war, obgleich er m. E. die nachfolgenden Gedanken fast notwendigerweise hervorbringt. Die Untersuchung wird mit Hilfe der vergleichenden Mythologieforschung und der Tiefenpsychologie als Hilfswissenschaft vorgenommen, sich jedoch vor allem und vornehmlich an die Texte des A. T. halten. Der Midrasch wird nur als Schlüssel zu diesen Texten benützt werden - allerdings als ein Schlüssel, der das Schloß zu einer völlig anderen Schau aufschließen mag.

Berlin, 1960

Der Midrasch

Seltsame Begebenheiten

Der Vater Josuas, des Sohnes Nuns, wohnte in der Landschaft Jerusalem1, und seine Frau war lange Zeit unfruchtbar. Da betete der fromme Mann für sein Weib, und Gott erhörte ihn. Als aber das Weib schwanger wurde, fastete der Gerechte und weinte Tag und Nacht, ohne aufzuhören. Das nahm sein Weib übel, und sie sprach zu ihm: Du solltest dich freuen, daß Gott dein Bitten vernommen hat. Ihr Mann gab ihr darauf nichts zur Antwort. Als sie aber täglich auf ihn einredete und ihn mit ihren Worten bedrängte, eröffnete er ihr sein Herz und erzählte ihr, daß ihm von den himmlischen Höhen herab gesagt worden wäre, daß dieser Sohn ihn einst töten würde. Das Weib nahm seine Worte mit Glauben auf, denn sie wußte, daß aus seinem Munde stets die Wahrheit kam.

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