Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To review the bibliography…

PEP-Web Tip of the Day

It is always useful to review an article’s bibliography and references to get a deeper understanding of the psychoanalytic concepts and theoretical framework in it.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Gleiss, I. (2001). „Psychoanalyse in der DDR“ - Impressionen über eine Tagung in Uchtspringe am 4. November 2000. Luzifer-Amor, 14(27):155-161.

(2001). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 14(27):155-161

„Psychoanalyse in der DDR“ - Impressionen über eine Tagung in Uchtspringe am 4. November 2000

Irma Gleiss

„Uchtspringe“ wird für die Leser aus dem Westen ein böhmisches Dorf sein. Für Psychotherapeuten der ehem. DDR hingegen ist dieser Name nicht nur der eines Dorfes in Sachsen-Anhalt, sondern Inbegriff für eine der Geburtsstätten der psychoanalytisch orientierten Einzelpsychotherapie, die sich mit den Namen Harro Wendt und Infrid Tögel verbindet. Bereits 1964 hatte sich Wendt in die Klinik Uchtspringe zurückgezogen, um den wohl fruchtlosen Auseinandersetzungen mit Müller-Hegemann zu entkommen und in der Abgeschiedenheit der Magdeburger Börde das aufzubauen, was seiner Ansicht nach als Ergänzung zur Dynamisch orientierten Gruppentherapie von Höck sinnvoll, notwendig und machbar war.

Voller Spannung machte ich mich auf nach Uchtspringe, genoß den sonnigen Herbsttag, unbeschwert, weil ich noch nicht wußte, daß ich viel später gebeten werden sollte, einen „Bericht“ zu verfassen, der, mangels Mitschrift, subjektiv und lückenhaft ausfallen muß. Meine Neugier war gefärbt durch meinen eigenen Weg zur Psychoanalyse, der - obwohl diesseits der Mauer in West-Berlin - viel mit der Entwicklung in der DDR zu tun hatte: Studium der Psychologie am Holzkamp-Institut, intensives Studium der „sowjetischen“ Psychologie von Leontjew, Rubinstein und natürlich auch Pawlow, der, wie heute bekannt ist, fälschlich zur sowjetischen, sprich marxistisch-leninistischen Psychologie geschlagen wurde; dann folgten redliche Bemühungen, mich mit der Verhaltenstherapie anzufreunden, und nach dem Versuch, in der „Sozialpsychiatrie“ eine wissenschaftlich und politisch befriedigende Heimat zu finden, schließlich - über die Erlebnisse in einer analytisch orientierten Selbsterfahrungsgruppe - der Weg zur Psychoanalyse, die mich seitdem beheimatet.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.