Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To go directly to an article using its bibliographical details…

PEP-Web Tip of the Day

If you know the bibliographic details of a journal article, use the Journal Section to find it quickly. First, find and click on the Journal where the article was published in the Journal tab on the home page. Then, click on the year of publication. Finally, look for the author’s name or the title of the article in the table of contents and click on it to see the article.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Hirschmüller, A. (2002). Ludwig Binswangers Fall „Ellen West“: Zum Verhältnis von Diagnostik und Übertragung. Luzifer-Amor, 15(29):18-76.

(2002). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 15(29):18-76

Ludwig Binswangers Fall „Ellen West“: Zum Verhältnis von Diagnostik und Übertragung1

Albrecht Hirschmüller

Einführung

Im Jahr 1921 behandelte Ludwig Binswanger in seiner Privatklinik Bellevue in Kreuzlingen drei Monate lang eine junge Frau, deren Krankengeschichte er 23 Jahre später unter dem Pseudonym „Ellen West“ veröffentlichte.2 Seine Studie, 136 Druckseiten lang, stellt zunächst die Krankengeschichte dar und diskutiert sie dann unter dem theoretischen Konzept der Daseinsanalyse, jener genuin Binswangerschen Zusammenschau von Psychoanalyse und Existentialphilosophie. Man kann sagen, der Fall war für die Daseinsanalyse paradigmatisch.

Ich möchte diesen Fall und Binswangers Sicht unter der Fragestellung vorstellen, ob der Verlauf der Erkrankung und Behandlung dieser Patientin und der diagnostische Prozeß etwas mit der Übertragung zu tun hatten und wie die Arzt-Patient-Beziehung sich auf Diagnose und theoretisches Verständnis ausgewirkt hat. Ich werde dabei in vier Schritten vorgehen:

-    Im ersten Teil werde ich zusammenfassen, was wir aus Binswangers Aufsatz über Ellen West wissen;

-    im zweiten Teil werde ich unveröffentlichtes Material aus der Originalkrankengeschichte präsentieren, das den Behandlungsverlauf in ein neues Licht rückt;

-    im dritten Teil werde ich die Stimmen der Patientin, ihres Mannes und der beteiligten Ärzte aus neu entdeckten Quellen sprechen lassen;

-    im vierten Teil möchte ich diskutieren, welche Fragen diese neuen Dokumente aufwerfen und ob sie für das Verständnis des diagnostischen Prozesses und der Interpretation der Krankengeschichte Neues ergeben.

1. Die Patientin in der Sicht Binswangers

Ludwig Binswanger und die Daseinsanalyse

Ludwig Binswanger wurde 1881 in Kreuzlingen geboren. Sein Großvater Ludwig Binswanger sen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.