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Frie, R. (2002). Binswanger, Sullivan und die interpersonelle Psychoanalyse. Luzifer-Amor, 15(29):105-122.

(2002). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 15(29):105-122

Binswanger, Sullivan und die interpersonelle Psychoanalyse

Roger Frie, Ph.D., Psy.D.

Als Wegbereiter der Daseinsanalyse nimmt Binswanger einen wichtigen Platz in der intellektuellen und psychoanalytischen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Vieles wurde über seine Beziehungen zu Freud und Heidegger geschrieben. Binswanger traf Freud erstmals 1907 und blieb mit ihm in engem Kontakt bis zu Freuds Tod 1939. Er war einer der wenigen ernsthaften Kritiker der Psychoanalyse, mit dem Freud seine Beziehungen nicht abbrach, und seine Anmerkungen zur Psychoanalyse sind bis heute wichtig. In seinem Bemühen, die Psychoanalyse auf eine breitere wissenschaftliche Basis zu stellen, wandte sich Binswanger zuerst Husserls Phänomenologie und dann Heideggers Fundamentalontologie zu. Er war der erste, der Heideggers Anschauungen in der klinischen Praxis anwandte und wird bis heute daher als Heideggerianer angesehen.

Ein weniger gut bekanntes, aber gleichsam wichtiges Kapitel in Binswangers theoretischer Arbeit ist seine Beziehung zu Martin Buber (Frie 2000, 1999, 1997). Wie Binswanger im Vorwort seines Hauptwerkes „Grundformen und Erkenntnis menschlichen Daseins“ erläutert, war Bubers Arbeit grundlegend für seine Theorie der Intersubjektivität, die Michael Theunissen (1977) zu den einflußreichsten philosophischen Ansätzen des 20. Jahrhunderts zählt. Wie ich in diesem Artikel diskutieren werde, ist Binswangers Anwendung der Gedanken Bubers aus einem anderen Grund bedeutsam: sie zeigt nämlich die enge Nähe von Binswangers Arbeit zur interpersonellen Tradition der Psychoanalyse, die von dem amerikanischen Psychiater Harry Stack Sullivan entwickelt und von Erich Fromm und Frieda Fromm-Reichmann beeinflußt wurde.

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