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Tip: To access “The Standard Edition” of Freud’s work…

PEP-Web Tip of the Day

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Hirschmüller, A. (2006). Die Liebens. 150 Jahre Geschichte einer Wiener Familie, hg. von Evi Fuks und Gabriele Kohlbauer-Fritz. Wien-Köln-Weimar (Böhlau) 2004, 264 Seiten. 24.90 Euro.. Luzifer-Amor, 19(37):163-165.

(2006). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 19(37):163-165

Die Liebens. 150 Jahre Geschichte einer Wiener Familie, hg. von Evi Fuks und Gabriele Kohlbauer-Fritz. Wien-Köln-Weimar (Böhlau) 2004, 264 Seiten. 24.90 Euro.

Review by:
Albrecht Hirschmüller

Dies ist das Begleitbuch (nicht eigentlich ein Katalog) zu einer Ausstellung, die von November 2004 bis April 2005 im Jüdischen Museum Wien zu sehen war. Die Familie Lieben gehörte zu jener jüdischen Wiener Oberschicht, in der sich Josef Breuer als Hausarzt und, durch ihn eingeführt, Sigmund Freud als junger Nervenarzt bewegt haben. Das Buch zeigt plastisch die Atmosphäre der assimilierten, geschäftlich erfolgreichen und finanziell wohlsituierten Judenfamilien Wiens, die sich von Familien wie derjenigen, aus der Freud stammte, den jüdischen Kleinhändlern und Handwerkern der Wiener Leopoldstadt, grundlegend unterschieden. Diese Familien reüssierten als Bankiers und Geschäftsleute, besaßen Palais an der Ringstraße, boten vielen ihrer Mitglieder ein sorgloses Leben ohne Notwendigkeit zum Broterwerb, hatten die Mittel, sich als Mäzene in Kunst und Wissenschaft zu betätigen und sich selbst und ihre Kinder von Franz von Lenbach porträtieren zu lassen. Was sie verband, war der »unbedingte Respekt vor dem Geistigen, die Achtung vor der aufrechten Gesinnung anderer« (Robert A. Kann).

Anna von Lieben, die Tochter des Barons von Todesco und Ehefrau des 1891 geadelten Bankiers Leopold Lieben, war jahrelang Freuds »Hauptpatientin« und ist als »Cäcilie M.« in die Studien über Hysterie eingegangen. Man kann sich nun gut vorstellen, wie Freud sie in der Oppolzergasse oder auf dem immensen Landsitz in der Hinterbrühl südlich von Wien besucht hat, wie fasziniert er von ihrer intellektuellen Kraft war, wie empört aber auch darüber, »daß der Koloß immer nur an seine Nerven denkt und alles andere einfach nicht hört« (an Minna Bernays, 1889).

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