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Tömmel, S.E. (2006). Manfred Pohlen: Freuds Analyse. Die Sitzungsprotokolle Ernst Blums. Reinbek bei Hamburg (Rowohlt) 2006, 399 Seiten. 22.50 Euro.. Luzifer-Amor, 19(38):166-168.

(2006). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 19(38):166-168

Manfred Pohlen: Freuds Analyse. Die Sitzungsprotokolle Ernst Blums. Reinbek bei Hamburg (Rowohlt) 2006, 399 Seiten. 22.50 Euro.

Review by:
Sieglinde Eva Tömmel

Manfred Pohlen enthüllt in seinem neuen Buch ein lange gehegtes Geheimnis: er veröffentlicht die Aufzeichnungen des Schweizer Arztes und späteren Analytikers Ernst Blum über seine Analyse bei Freud im Jahr 1922. Allerdings macht er es seinen Lesern nicht leicht, weil die Protokolle nicht nur in ein psychoanalysekritisches, sondern auch in ein persönliches Anliegen eingebunden sind.

Blum wurde 1892 in Bruchsal geboren und zog im Alter von 9 Jahren mit seiner Familie nach Zürich. Er stammte aus einer vermögenden jüdischen Kaufmannsfamilie. Später wurde er Professor für Psychiatrie in Bern und arbeitete in privater Praxis als Analytiker. Seine Analyse bei Freud begann am 29. März 1922 und endete am 28. Juni, dauerte also drei Monate - eine damals nicht ungewöhnlich kurze Zeit für eine Lehranalyse (Cremerius 1981; May 2006). Sie fand mit einer Frequenz von sechs Stunden in der Woche statt und umfaßte insgesamt 75 Stunden. Blum war Freud als Analysand und Kollege offenbar sympathisch. Wie damals üblich, nahm er an den Sitzungen der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung teil. Seine Geliebte und spätere Ehefrau, die in Estland geborene Ärztin Elsa Blum, absolvierte zur selben Zeit eine Analyse bei Rank. Ernst Blum starb im Alter von 89 Jahren in einem Berner Altenheim.

Im Zentrum seiner Analyse stand die Bearbeitung der Konstellation seines spezifischen Ödipuskomplexes. Seine Assoziationen und Phantasien schwankten zwischen »exogamer« und »endogamer« Liebesobjektwahl. Die Analyse endete mit Blums Entschluß, seine Geliebte zu heiraten. Vorausgegangen war jenes Angebot Freuds, das vermutlich Generationen von Analytikern beschäftigen wird: »ich habe nichts dagegen, wenn Sie meine Tochter Anna heiraten wollen.

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