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Kronberg-Gödde, H. (2006). Michael Rohrwasser: Freuds Lektüren. Von Arthur Conan Doyle bis Arthur Schnitzler. Gießen (Psychosozial) 2005, 404 Seiten. 38 Euro.. Luzifer-Amor, 19(38):170-171.

(2006). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 19(38):170-171

Michael Rohrwasser: Freuds Lektüren. Von Arthur Conan Doyle bis Arthur Schnitzler. Gießen (Psychosozial) 2005, 404 Seiten. 38 Euro.

Review by:
Hilde Kronberg-Gödde

In fünf Beiträgen beleuchtet Michael Rohrwasser das von Anfang an spannungsreiche und ambivalente Verhältnis von Psychoanalyse und Literaturwissenschaft. Der Titel »Freuds Lektüren« bezieht sich in erster Linie auf dessen eigene Stellungnahmen zu literarischen Werken, vor allem zu E. T. A. Hoffmanns »Sandmann«, C. F. Meyers »Richterin«, Jensens »Gradiva« und Schnitzlers »Weissagung«, deren biographischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher Kontext sorgfältig herausgearbeitet wird. Nach einem Perspektivwechsel findet noch Elias Canettis Lektüre von Freuds Werk - eine intensive, aber nur an wenigen Stellen offen geführte Auseinandersetzung - Berücksichtigung.

Im ersten Kapitel wird uns Freud als Entzifferer, Archäologe und Detektiv vorgestellt, der sich wie Sherlock Holmes auf Spurensuche begibt und alles Bedrohliche und Unheimliche durch rationale Erkenntnis zu kontrollieren sucht. Die Entschlüsselung von krank machenden Geheimnissen mittels Assoziationstechnik, Detailbeobachtung und Traumdeutung verliert dadurch ihren Schrecken. Freuds Abwehr gegenüber dem jungen Medium Film erscheint - entgegen Rohrwassers Verwunderung - nachvollziehbar, wenn man sich die schillernden Figuren des Dr. Caligari, der als Direktor einer Irrenanstalt Züge von Charcot und Freud trägt und als mordender Jahrmarktschausteller sein Unwesen treibt, oder des Dr. Mabuse, der mit Hypnose, Suggestion und Psychoanalyse viel Unheil anrichtet, vor Augen führt. Hinzu kommt, daß Freud seine Theorie nicht aufs Schauen, sondern auf Verbalisierung und Verschriftlichung gründete. Hinsichtlich der Frage, ob literarische Darstellungen, also Erzählungen, Dramen etc., wie Falldarstellungen behandelt werden sollen, kann man Rohrwassers Skepsis zustimmen.

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