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Aichhorn, T. (2006). Louis Obrowsky: Historische Betrachtung der sozialmedizinischen Einrichtungen in Wien vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Ersten Republik. Frankfurt a. M. etc. (Lang) 2005, 234 Seiten. 42.50 Euro.. Luzifer-Amor, 19(38):174-175.

(2006). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 19(38):174-175

Louis Obrowsky: Historische Betrachtung der sozialmedizinischen Einrichtungen in Wien vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Ersten Republik. Frankfurt a. M. etc. (Lang) 2005, 234 Seiten. 42.50 Euro.

Review by:
Thomas Aichhorn

Der Wiener Internist Louis Obrowsky hat mit diesem Buch, das aus seiner historischen Dissertation hervorgegangen ist, das erste zusammenfassende Werk über Wiens sozialmedizinische Errungenschaften vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Ersten Österreichischen Republik 1938 vorgelegt. Es war eine Zeit, in der es zu einer allmählichen Bewußtseinsbildung über die Zusammenhänge zwischen Armut, Not, Hunger und Krankheit sowie zu einer wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Thematik kam. Zugleich ist damals ein fließender Übergang von individueller Wohltätigkeit, privatem Mäzenatentum und wohltätigen Stiftungen zu einer vom Staat und von der Stadt Wien getragenen Fürsorge zu beobachten. Der Verfasser beschreibt die Entstehung von auch heute noch existenten sozialmedizinischen Einrichtungen, von der Heilpädagogik, der Jugendfürsorge oder der Eheberatung bis zur Schulzahnpflege und der ohrenärztlichen Betreuung in den Schulen, und er erinnert an jene Ärzte - Ludwig Tekely, Julius Tandler, Erwin Lazar, Leopold Moll, Clemens v. Pirquet, Julius Wagner-Jauregg, Adolf Lorenz oder Lorenz Böhler -, die diese Einrichtungen einst geschaffen haben.

Dem Verfasser ist ein gut lesbarer, umfassender Überblick über die unterschiedlichsten Einrichtungen und ihre jeweilige institutionelle Verankerung gelungen. In den eingefügten biographischen Skizzen aber schildert er allzu naiv die Humanität, das Mitleid und den Edelmut der Dargestellten und übergeht die machtpolitischen Implikationen einer Medizin, die sich berechtigt glaubte, sich in die intimsten Lebensbereiche einer notleidenden Bevölkerung einmischen zu dürfen. Auch wenn die Studie nur bis 1938 reicht, zeichnete sich schon in diesen Jahren die unheilvolle Wechselwirkung zwischen politischer und wissenschaftlicher Sphäre ab, die dann während der nationalsozialistischen Herrschaft so grauenhafte Früchte trug.

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