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Rath, C. (2006). Nicolas Langlitz: Die Zeit der Psychoanalyse. Lacan und das Problem der Sitzungsdauer. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 2005, 309 Seiten. 12 Euro.. Luzifer-Amor, 19(38):180-182.

(2006). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 19(38):180-182

Nicolas Langlitz: Die Zeit der Psychoanalyse. Lacan und das Problem der Sitzungsdauer. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 2005, 309 Seiten. 12 Euro.

Review by:
Claus-Dieter Rath

Mehrere Zeitgitter durchziehen eine talking cure, reichen sogar über deren Beendigung hinaus. Diesseits der Wirkdauer der Analyse betreffen sie die Dauer einer Kur, die Zeitpunkte des Übergangs von den Vorgesprächen zur eigentlichen Analyse, vom Sprechen im vis-à-vis zum Sprechen auf der Couch, die Sitzungsfrequenz pro Woche sowie die Dauer einer einzelnen Sitzung. Daß solche Zeitdimensionen als etwas Variables behandelt werden können und nicht fixierte Größen sein müssen, befremdet besonders diejenigen, die aus der eigenen Analyse oder der eigenen Praxis allein die Vorgaben für eine kassenfinanzierte »analytische Psychotherapie« kennen. Obwohl Freud in »Zur Einleitung der Behandlung« (1913) erwähnt, daß er bei manchen Patienten die Analysen-»Stunde« etwas verlängere, hat erst Jacques Lacan, ab Ende der 40er Jahre, die Variabilität der Sitzungsdauer systematisch theoretisiert und praktiziert. Seine wiederholten Verstöße gegen die institutionalisierten Zeit-Standards - auch hinsichtlich der Frequenz von Lehranalyse-Sitzungen - wurde nach jahrelangen Querelen 1963 mit der Streichung aus der Liste der IPV-Lehranalytiker geahndet. Man kann sagen: indem Lacan fixierte Zeitnormen aus der Psychoanalyse nahm, führte er die Zeit in das psychoanalytische Denken ein.

Im deutschen Sprachraum gab es darüber bislang nur wenig zu lesen.

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