Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To copy parts of an article…

PEP-Web Tip of the Day

To copy a phrase, paragraph, or large section of an article, highlight the text with the mouse and press Ctrl + C. Then to paste it, go to your text editor and press Ctrl + V.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Rutschky, M. (2015). »Monster mit vitaler Zentnerstimme«. Ein Analytiker als Romanfigur. Luzifer-Amor, 28(55):169-175.
   

(2015). Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 28(55):169-175

Kleine Mitteilung

»Monster mit vitaler Zentnerstimme«. Ein Analytiker als Romanfigur

Michael Rutschky

Die Geschichte beginnt Anfang der siebziger Jahre. Den Schauplatz bildet das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, ein Quellort der Studentenrevolte. Gleichzeitig herrscht hier noch der legendäre Politikwissenschaftler Professor L. - in dem wir Richard Löwenthal erkennen können, Remigrant und einer der Stifter der Westberliner Politologie -, dessen Seminare die Revolutionäre für agitatorisch-destruktive Auftritte nutzen, während er bei Empfängen in seiner Villa den höfischen Geist der alten Ordinarienuniversität pflegt.

Sein Favorit unter dem wissenschaftlichen Nachwuchs ist Ulrich, schon über 30, ein Spezialist für die Auslegung von sowjetkommunistischen Offizialäußerungen, Parteiprogrammen, Parteitagsreden etc. Kein besonders vitalisierender Stoff, für dessen hermeneutische Bearbeitung Ulrich aber höchste, schon früh auch internationale Anerkennung erhält. Am liebsten liest er Thomas Mann und kann jederzeit mit Zitaten dienen. Er ist selber so hübsch und schön wie Joseph. Felice, Anfang 20, auf unentschlossene Weise zum Studium am Otto-Suhr-Institut entschlossen, sucht Ulrichs Beratung in einer seiner Sprechstunden. Sie verliebt sich auf Anhieb. In Erinnerung behält sie die kleine Wunde am Hals, die er sich wohl beim Rasieren zugezogen hat; später wird er, wenn sie ihn besucht, oft Nasenbluten bekommen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the article. PEP-Web provides full-text search of the complete articles for current and archive content, but only the abstracts are displayed for current content, due to contractual obligations with the journal publishers. For details on how to read the full text of 2016 and more current articles see the publishers official website here.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.