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Feuerlicht, I. (1933). Analyse des Idyllischen. Psychoanalytische Bewegung, 5(2):167-186.
  

(1933). Psychoanalytische Bewegung, 5(2):167-186

Analyse des Idyllischen

Ignaz Feuerlicht

Die Idylle ist keine zeitlich beschränkte Dichtungsgattung. Die deutsche Idylle endet nicht (trotz Th. Ziegler, G. Schneider, E. Merker) in und mit der Dorfgeschichte. Die Idylle ist auch kein apartes Aparte der Literatur, keine wegen angeblicher „Nützlichkeitstendenzen” „nicht vollwertige Poesie.” Unerklärlich wäre sonst schon das, allerdings nicht sehr bekannte, ungemein tiefe Verhältnis der beiden großen deutschen Klassiker zur Idylle. Goethe sah in ihr „die ewige Naturform des menschlichen Geistes, das Bild des klassischen Daseins überhaupt”, für Schiller war sie „dem höchsten Ideal des Lebens und der Dichtung gleich” (Fr. Strich).

Nicht zeitlich, noch stofflich, noch formal, weder von der Literaturgeschichte noch von der Poetik läßt sich die Idylle verstehen und bebegrenzen; nur von der inneren Haltung des sie Schaffenden und Empfangenden, von ihrem Gehalt, also von Idyllischen, das nun gar nicht auf eine bestimmte Dichtungsgattung, noch auf die Dichtung überhaupt beschränkt ist. Die Literaturgeschichte, die das Idyll stiefmütterlich behandelt, sieht in dem Idyllischen, wenn sie es überhaupt von der Idylle trennt, „Rückkehr zur Natur”.

Diese vielberufene „Rückkehr zur Natur” ist nun als Generalursache von gewissen Zeiterscheinungen, etwa im 18. Jahrhundert, noch einigermaßen eindeutig, als allgemeine seelische Verfassung aber ganz nebelhaft, birgt sie vor allem Möglichkeiten einer der Idylle durchaus entgegengesetzten Haltung in sich.

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