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PEP-Web Tip of the Day

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Glatzel (1948). Wolf, Steward and Wolff, Harold G.: Human Gastric Function. New York, 2. Auflage 1944. Oxford University Press, 195 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 2(1):131-137.
  

(1948). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 2(1):131-137

Wolf, Steward and Wolff, Harold G.: Human Gastric Function. New York, 2. Auflage 1944. Oxford University Press, 195 Seiten.

Review by:
  Glatzel

Die Entstehung körperlich greifbarer Krankheiten aus seelischem Erleben lag außerhalb der Interessensphäre und der Erfahrungsmöglichkeiten der reinnaturwissenschaftlich orientierten Klinik der vergangenen Jahrzehnte. Erst heute, wo wir das Gewicht seelischen Geschehens in der Ätiologie körperlicher Krankheiten zu ahnen beginnen, wird uns klar, wie wenig Tatsächliches darüber bekannt ist. Das Buch von Wolf und Wolff gewinnt auf diese Weise für den Kliniker sehr viel größere Bedeutung als physiologische Abhandlungen über die Magenfunktionen des Menschen in der bisher üblichen Weise. Eine ausführliche und ins einzelne gehende Wiedergabe der Ergebnisse erscheint daher gerade an dieser Stelle berechtigt und notwendig.

Als 9jähriger hat sich der heute 57jährige Tom die Speiseröhre so verätzt, daß eine völlige Stenose die Folge war, und er seither eine Magenfistel trägt. Mit Hilfe dieser Fistel, durch die ein etwa 5-Markstück großes Stück Schleimhaut hernienartig nach außen tritt, kann er sich so gut ernähren, daß er die ganzen Jahre bis heute frei von gastrointestinalen Störungen, in gutem körperlichem Zustand und arbeitsfähig geblieben ist. Die nach außen getretene Magenschleimhaut gibt hinsichtlich Durchblutung und Sekretion ein getreues Abbild der Durchblutungs- und Sekretionsvorgänge des gesamten Magens, so daß jene Funktionsabläufe ohne störende Eingriffe beobachtet werden konnten.

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