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Tip: To review The Language of Psycho-Analysis…

PEP-Web Tip of the Day

Prior to searching a specific psychoanalytic concept, you may first want to review The Language of Psycho-Analysis written by Laplanche & Pontalis. You can access it directly by clicking here.

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Schultz-Hencke, H. (1949). DAS PROBLEM DES VERMEINTLICHEN GEGENSATZES ZWISCHEN NATUR- UND GEISTESWISSENSCHAFTEN BESONDERS AUCH IN DER PSYCHOTHERAPIE. Psyche – Z Psychoanal., 3(2):81-100.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(2):81-100

DAS PROBLEM DES VERMEINTLICHEN GEGENSATZES ZWISCHEN NATUR- UND GEISTESWISSENSCHAFTEN BESONDERS AUCH IN DER PSYCHOTHERAPIE

Harald Schultz-Hencke

Es soll das Resultat der hier anzustellenden Überlegungen vorweg genommen werden: Gerade die psychotherapeutische, die mikro-psychologische Beschäftigung mit dem Erleben und Verhalten von Menschen zeigt, daß es sich hier um einen vermeintlichen, einen Scheingegensatz handelt. Allerdings muß hinzugefügt werden; sofern man das Wort „Gegensatz“ ernst nimmt. Das soll heißen: Es besteht natürlich ein Unterschied zwischen den beiden Wissenschaftsbereichen. Dieser liegt aber an anderer Stelle als derjenige meint, der im eigentlichen oder gar betonten Sinn von einem Gegensatz spricht. Diese sofortige Hinzufügung einer einschränkenden Bemerkung soll zeigen, daß es hier um eine Fragestellung geht, deren heute übliche Beantwortung noch nicht die Reife aufweist, die es eigentlich als völlig erlaubt erscheinen läßt, dieses Thema in Form eines Aufsatzes statt in Form eines Buches zu behandeln. Es hängen eine große Menge von unausreichend geklärten Fragen am gesetzten Thema, und es wird sich nur im ersten Ansatz zeigen lassen, inwiefern dies so ist.

Wenn von einem Gegensatz von Natur- und Geisteswissenschaften gesprochen wird, so wird in der Formulierung zunächst einmal deutlich, daß sich die Wissenschaft hier um zwei verschiedene Gegenstände bemüht, um die Natur und den Geist. Es bleibt offen, ob es sich um zwei verschiedene Wissenschaften dabei handelt oder nur um zwei verschiedene Gegenstände ein und derselben Wissenschaft, ein und derselben Methode. Die Formulierung selbst gibt zunächst keinen Hinweis auf das Vorliegen zweier verschiedener Methoden. Aber jeder Informiertere weiß, daß es üblich ist, bei jener Formel nicht nur an zwei verschiedene Gegenstände sondern, wie behauptet wird, auch an zwei dem Gegenstand adäquate und daher ebenfalls verschiedenartige Methoden zu denken.

Es kann hier natürlich nicht die Aufgabe sein, definitorisch abzugrenzen, was Natur sei.

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