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Kühnle (1949). Boss, Dr. Medard M.: Die Gestalt der Ehe und ihre Zerfallsformen. EinBei-trag zur Psychopathologie menschlicher Gemeinschaftsbildung. Bern 1944, Hans-Huber-Verlag, 112 Sedten.. Psyche – Z Psychoanal., 3(3):192-194.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(3):192-194

Boss, Dr. Medard M.: Die Gestalt der Ehe und ihre Zerfallsformen. EinBei-trag zur Psychopathologie menschlicher Gemeinschaftsbildung. Bern 1944, Hans-Huber-Verlag, 112 Sedten.

Review by:
  Kühnle

Diese Untersuchung sieht in der Ehe eine Aufgabe, deren mögliche Lösung von der Tiefe menschlichen Seins bei-der Ehepartner abhängt. Aus deren Rei-fungsgeschichte ergeben sich Schwierigkeit und Versagen, aber auch Möglichkeiten erfolgreicher Lösung der Ehe-aufgäbe.

An vier Daseins formen läßt sich die Reifung menschlichen Seins zur Liebesgestalt der Ehe aufzeigen. Die anonyme Seinsweise sieht den Menschen als homo natura oder vita (Freud) — das bedeutet eine Verabsolutierung der natürlichen Triebhaftigkeit unter Vernachlässigung des spezifisch Menschlichen. Der Träger der Verantwortung, das „Wer“, die menschliche Existenz steht noeh nicht im Mittelpunkt der Betrachtung. Doch findet sich in dieser leiblich-triebhaften, uneigentlichen Seinsweise schon der Ansatz zum Werden der psychologischen Welt, wie sie sich, wenn auch noch ohne eigentlichen Stand, im Bilderreichtum des Mythus ankündigt. In der Weise des eigenmächtigen Ich-sclbst-Seins und eigenständigen Personseins sucht sich der Mensch eine unabhängige Position zu schaffen, sei es im Kampf gegen die äußere oder innere Welt, gegen das Reich der Gegenstände oder der Affekte und Triebe. Diese Kampfstellung wird um den Preis des Abschnürens menschlichen Daseins vom Sein als Ganzem erkauft. Die Flucht aus dem „eigentlichen“ persönlichen Selbst-sein, sei es in der Freud schen Regression, in der uralten Sucht, durch narkotische Gifte dem Ich-Kerker zu entfliehen, oder im Ertränken des Selbstsein-Könnens im bloß „vitalen“ Lebensstrom, entbindet ebenfalls nicht vom „Lastcharakter dieses eigentlichen Selbst-seins“ (Heidegger).

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