Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To see translations of Freud SE or GW…

PEP-Web Tip of the Day

When you hover your mouse over a paragraph of the Standard Edition (SE) long enough, the corresponding text from Gesammelte Werke slides from the bottom of the PEP-Web window, and vice versa.

If the slide up window bothers you, you can turn it off by checking the box “Turn off Translations” in the slide-up. But if you’ve turned it off, how do you turn it back on? The option to turn off the translations only is effective for the current session (it uses a stored cookie in your browser). So the easiest way to turn it back on again is to close your browser (all open windows), and reopen it.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Mitscherlich (1949). Wyrsch, Jakob: Psychopathie, Neurose, Reaktion. Schweizer Medizinische Wochenschrift. 1949, Heft 4.. Psyche – Z Psychoanal., 3(3):231.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(3):231

Wyrsch, Jakob: Psychopathie, Neurose, Reaktion. Schweizer Medizinische Wochenschrift. 1949, Heft 4.

Review by:
  Mitscherlich

In sehr überlegener Weise, der die Fähigkeit eignet, aus der Empirie das Wesentliche zu sondern, bemüht sich der Verfasser vom Begriff der Psychopathie und Neurose den der „Reaktion“ abzugrenzen. Dabei soll aber nicht wie in der Terminologie Kurt Schneiders die „abnorme Erlebnisreaktion“ an Stelle des Neurosebegriffs treten. Der Begriff der Neurose bleibt unangetastet, aber mit ihm wäre „schon zu viel gesagt, da es sich nicht um eine in der Lebensgeschichte begründete Entwicklungsstörung handelt, sondern ganz einfach um die falsche Auseinandersetzung mit tatsächlichen körperlichen Symptomen und mit den Gegebenheiten“, das heißt der „Umwelt“. Je unübersichtlicher diese, je entfremdeter der Zivilisationsmensch seinem Leib und je mißtrauischer er gegen die institutionelle Heilkunde wird, desto leichter wird er, besonders in sozial gedrückter Stellung, zu einer Feblinter-pretation seiner Leiden kommen. Dies wird an vorzüglich gestalteten Krankengoschichten dargetan und gleichzeitig demonstriert, daß diese Kranken — vorausgesetzt man nimmt sich Zeit für sie — sich als „alltäglich und einfach erweisen“; man darf sich aber nicht von vorneherein terminologisch und damit grundsätzlich einfangen lassen und von Querulation, Rentenneurose, Psychopathie und so fort sprechen. Die „einfachen Mühen und Handgriffe“, die neben Geduld und aufgeschlossener Menschlichkeit zur Behandlung notwendig sind, lassen sich nur in selbstgefälliger Einschätzung des Handelns als „Psychotherapie“ bezeichnen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.