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Krampf, W. (1949). Gesamte Psychotherapie und psychosomatische Medizin: Meinertz, Josef: „Moderne Seinsprobleme in ihrer Bedeutung für die Psychologie“ Ein Beitrag zur Grundlegung der Tiefenpsychologie. 134 Seiten, Verlag Lambert Schneider, Heidelberg, 1948.. Psyche – Z Psychoanal., 3(9):641-644.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(9):641-644

BUCHBESPRECHUNGEN

Gesamte Psychotherapie und psychosomatische Medizin: Meinertz, Josef: „Moderne Seinsprobleme in ihrer Bedeutung für die Psychologie“ Ein Beitrag zur Grundlegung der Tiefenpsychologie. 134 Seiten, Verlag Lambert Schneider, Heidelberg, 1948.

Review by:
Wilh. Krampf

Die tiefenpsychologischen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte werden vom Verfasser unter dem Aspekt der aktuellen Philosophie gesehen und erhalten dadurch ihre wissenschaftliche Würde. Meinertz wendet die ontologisehen und erkenntnistheoretischen Fragestellungen und Ergebnisse der Philosophie auf die Zwecke der Tiefenpsychologie an, wobei Zusammenhänge lebendig werden, „die bisher Grundthemen. der Philosophie zu sein pflegten, die sich jetzt aber als psychologisch relevant erweisen“ (Seite 11). Der Verfasser, der ausdrücklich betont, kein Anhänger der Heideggersehen Existentialphilosophie zu sein, stellt zunächst die Bedeutung der existentialontologischen Untersuchungen für die Tiefenpsychologie heraus. Daß die seelischen Gegebenheiten und Beziehungen, wie sie in der psychotherapeutischen Behandlung festgestellt werden, „sich in das viel abstraktere und stark formale existentialontologische Schema ausgezeichnet einfügen, spricht für die Berechtigung mindestens des Kernes der existentialontologischen Grundhaltung“ (Seite 14f.). Es werden eindrucksvolle Erfahrungen aus der psychotherapeutischen Praxis gebracht, die die innige Beziehung zwischen den Heideggerschen Seinscharakteren (die ja keine empirischen seelischen Geschehnisse bedeuten) : Angst, Sorge, Entschlossenheit und so weiter mit empirisch-psychologischen Errungenschaften bestätigen. Wenn es das Ziel der seelischen Krankenbehandlung ist, den Neurotiker zur Findung des „Selbst“ aufzurufen und ihm zu helfen, freizuwerden von den Konventionen, den Masken des Geltungsstrebens und den Gewohnheiten, die ihm den Weg zum eigenen Selbst verstellen, so wird der Arzt in seiner Praxis vor eine jener Fragen gestellt, die Heidegger mit seinen genialen Deskriptionender formalen Bestimmungen der Daseinsmöglichkeiten in Angriff genommen hat.

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