Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To limit search results by article type…

PEP-Web Tip of the Day

Looking for an Abstract? Article? Review? Commentary? You can choose the type of document to be displayed in your search results by using the Type feature of the Search Section.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Haas (1949). Jensch, N.: Über psychogene Störungen der Kriegsgefangenschaft. Deutsche Medizinische Wochenschrift 1949, 12 (368-370).. Psyche – Z Psychoanal., 3(9):692-693.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(9):692-693

Jensch, N.: Über psychogene Störungen der Kriegsgefangenschaft. Deutsche Medizinische Wochenschrift 1949, 12 (368-370).

Review by:
  Haas

Die Beobachtungen stammen aus einem amerikanischen Kriegsgefangemenlazarett in Frankreich. Zunächst wird in diesem Zusammenhang von der „organischen Maskierung“ des „Heeres“ der Ulkuskranken und -verdächtigen und der rheumatischen Leiden berichtet. — Ein führender Internist hat kürzlich einmal die Bemerkung gemacht: die Kriegszitterer von gestern sind die Ulkuskranken von heute (Referent). — Jensch bestätigt also auch die allgemeine Beobachtung der Akzentverschiebung in der Symptomwahl. Zum Verständnis der Problematik dieser „organischen Maskierung“ könnte nach Ansicht des Referenten die psychosomatische Forschungsweise sicher wertvolle Hilfe sein.

Aber diese organischen Krankheiten, werden nur kurz gestreift, denn das eigentliche Anliegen des Verfassers ist es, bestimmte andere Gruppen psychogener Störungen zu charakterisieren. Noch während des Krieges kam es zu wellenartigem Auftreten hysterischer Anfälle und Lähmungen. Und zwar immer dann, wenn akute Belastungen das Lagerleben bedrohten. Häufig handelte es sich dabei um Patienten, die sonst schon als Magenneurotiker bekannt waren.

Mit dem Tage der Kapitulation traten aber noch andere Störungen in Erseheinung. Menschen, die bisher niemals psychopathisch auffällig gewesen waren, zeigten plötzlich pseudodementes Verhalten. Die Ursache hierfür sieht Verfasser in der mit Kriegsende einsetzenden Furcht vor vermeintlichen Kollektivstrafen. Dabei waren es gar nicht einmal die politisch besonders belasteten Kriegsgefangenen, sondern die „zahlreichen Primitiven der Lager, die eine dumpf e Schuld zu empfinden schienen“. Häufig wurde das pseudodemente Verhalten durch Erregungszustände mit Gesten an ein imaginäres Exekutivkommando unterbrochen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.