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Dührssen (1949). Gesamte Psychotherapie: Gough, Harrison G., University of Minnesota: Zur Soziologie des Psychopathen. Universitas III/9, 1948. 1059 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 3(9):698-699.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(9):698-699

Gesamte Psychotherapie: Gough, Harrison G., University of Minnesota: Zur Soziologie des Psychopathen. Universitas III/9, 1948. 1059 Seiten.

Review by:
  Dührssen

Die Arbeit stellt den Versuch dar, den Begriff der psychopathischen Persönlichkeit unter soziologischem Gesichtspunkt neu zu beleuchten. Im Verlauf eines kurzen, historischen Überblicks über die Entwicklung dieses klinischen Begriffs wird darauf hingewiesen, daß zur Zeit zwar noch eine erhebliche Verschiedenheit der Meinungen über die Ätiologie der psychopathischen Persönlichkeit zu verzeichnen sei, daß jedoch inzwischen hinsichtlich des rein Phänomenologischen, also hinsichtlich der Symptomatologie eine recht gute Übereinstimmung bestünde. Es wird dabei ausgeführt, wie die Symptomatologie der Psychopa then vorwiegend nach ihrem Verhalten bestimmt und geordnet wird und wie — spezieller noch —das soziale Verhalten solcher Menschen überhaupt zur Begriffsbestimmung herangezogen wird. Es werden dann eine Reihe von Verhaltensweisen aufgeführt, die in ihrer Summe den Generalnenner ergeben sollen, der eine psychopathische Persönlichkeit kennzeichnet. Zu diesem gehören unter anderen: Mangelnde Urteilsfähigkeit und Planlosigkeit beim Erreichen bestimmter Ziele, offensichtliche Unbekümmertheit über schlechte soziale Angleichung und Abneigung oder Unfähigkeit, die schlechte Angleichung als solche zu erkennen. Neigung, die Schuld auf andere zu schieben und die Verantwortung für eigene Fehler abzulehnen; nahezu völliger Mangel an Verläßlichkeit und Gemütsarmut.

Es wird dann in der Arbeit dazu übergegangen, die Entwicklung des menschlichen „Selbst“, des „Selbstbewußtseins“ aufzuzeigen, als Produkt sozialer Wechselwirkung. Mit einem Hinweis auf die Theorie und Terminologie Meads wird ausgeführt, wie sich soziales Verhalten und individuelle Gemeinschaftsfähigkeit daraus ergeben, inwieweit ein Individuum imstande ist, eine fremde Rolle zu übernehmen, das heißt, sich in eine fremde Situation hineinzuversetzen. „Mangelnde Rollenfähigkeit“ oder Verständnislosigkeit für das Erleben des anderen bedingen zugleich die Unfähigkeit, eigenes Verhalten vom Standpunkt des anderen zu beurteilen.

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Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

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