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Heyer, L. (1949). ERANOS-TAGUNG IN ASCONA (TESSIN): vom 22. bis 30. August 1949. Psyche – Z Psychoanal., 3(9):712-716.

(1949). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 3(9):712-716

MITTEILUNGEN

ERANOS-TAGUNG IN ASCONA (TESSIN): vom 22. bis 30. August 1949

Review by:
Lucy Heyer

Das Thema der diesjährigen Eranos-Tagung, an der zum erstenmal seit 1939 wieder deutsche Redner teilnahmen, lautete: „Der Mensch und die mythische Welt“. Während der neun Tage, die die Teilnehmer allmorgendlich — und zwar nur zu einer Vormittagssitzung — zusammenführten, wurde dieses Thema von der Religionswissenschaft, der Ethnologie, der abendländischen und orientalischen Mythologie, der Tiefenpsychologie und schließlich der Biologie aufgenommen und durchleuchtet.

Den Auftakt gab Professor Dr. G. van der Leeuw (Groningen) mit seiner weitausgreifenden Betrachtung „Urzeit und Endzeit“. Die Zeit als das Element, in dem alles Leben sich abspielt, ist uns dennoch ungreifbar und unbegreiflich: eine Reihe von „Anfängen“, die alle in die Zukunft weisen. Ihr Symbol ist der Kreis. Dem Primitiven spiegelt sich diese Erfahrung wider im Mythos von der Urzeit, der nichts zu tun hat mit geschichtlicher Überlieferung. Vielmehr ist er die Aktivierung des immer Gültigen, Anfänglichen in der Zeit. Die kosmogonischen Mythen sind aufzufassen als das schöpferische Wort, das, im Ritus wiederholt, die Creatio continua ausübt. Nur durch diese Begehung, diesen Vollzug kann das Leben weitergehen. Das Urgeschehen wird dauernd wiederholt und dadurch zur Zeit. Alles Leben weist so auf das Ur hin, und der Mythos ist ein notwendiger Bestandteil des Lebens, weil er die Kontinuität schafft.

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