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PEP-Web Tip of the Day

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Giese (1950). Soziologie: Bader, Karl S.: Soziologie der deutschen Nachkriegskriminalität. Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen 1949, 209 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 4(6):117-118.

(1950). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 4(6):117-118

Soziologie: Bader, Karl S.: Soziologie der deutschen Nachkriegskriminalität. Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen 1949, 209 Seiten.

Review by:
  Giese

Der Verfasser untersucht die Nachkriegskriminalität in Deutschland im Hinblick auf ihre Phänomenologie und Ätiologie, sowie auf die soziologische Gruppierung der Täter. Die gewonnenen Erkenntnisse führen zu kriminalpolitischen Folgerungen, die sich mit dem Strafsystem, der Strafzumessung und dem Strafvollzug befassen.

Die Gesamtstatistik zeigt gegenüber der Vorkriegszeit eine Steigerung der Verbrechen um rund 500-600% und dazu eine auffällige Verschiebung im zahlenmäßigen Anteil der einzelnen Verbrechensformen: Die Zahl der Mord- und Totschlagsdelikte, sowie die der Diebstahlsdelikte vor allem sind gesteigert, während die Sittlichkeitsdelikte eine relative Konstanz aufweisen. Andrerseits lassen die Untersuchungen deutlich eine Primitivierung und Verrohung in Form und Ausdruck des einzelnen Verbrechens erkennen.

Die ätiologischen Betrachtungen gehen auf die Bedeutung des Kriegsgeschehens, des Zusammenbruchs mit seinen wirtschaftlichen Folgeerscheinungen, sowie der nationalsozialistischen Gewalttheorie und der entarteten Gesetzgebung ein. Die Untersuchungen der Zusammenhänge zwischen Umwelt und Verbrechen bleibt auf die Erläuterung einiger Erscheinungen beschränkt. Der Verfasser betont dabei ausdrücklich, daß ein letztes Vordringen in die Problemstellung den Rahmen einer kriminalsoziologischen Untersuchung überschreitet. Phänomenologisch sind Nachkriegsverbrechen zunächst einmal unmittelbar zeitliche Folge des Krieges.

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