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Kunz, H. (1951). DAS PROBLEM DES GEISTES IN DER TIEFENPSYCHOLOGIE. Psyche – Z Psychoanal., 5(5):241-269.

(1951). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(5):241-269

DAS PROBLEM DES GEISTES IN DER TIEFENPSYCHOLOGIE

Hans Kunz

Aus einem im Jahre 1927 geführten Gespräch hat Binswanger die beiden folgenden Äußerungen von Freud berichtet: „Die Menschheit hat ja gewußt, daß sie Geist hat; ich mußte ihr zeigen, daß es auch Triebe gibt“ und: „Ja, Geist ist alles.“ „Ich traute meinen Ohren kaum“, gesteht Binswanger, fügt dann bei, zur Annahme geneigt gewesen zu sein, „daß unter Geist hier doch noch so etwas wie Intelligenz verstanden wurde“. Dem Gesprächszusammenhang läßt sich wohl entnehmen, daß die in der Tat überraschende, etwas pathetische Wendung „Geist ist alles“ nicht im Sinne eines „Panlogismus“ gemeint war, sondern etwa besagen wollte: letzten Endes komme es auf die klare, vernünftige, entschiedene Stellungnahme des Menschen beziehungsweise des Ich zu seinen Trieben an. Das ist uns aus dem Ethos Freuds vertraut, gehört zu seinem in die Aufklärung zurückweisenden Vernunft- und Wissenscahaftsglauben oder -aberglauben; allein die Liebhaber und Verteidiger des Geistes werden daraus schwerlich für ihr Anliegen Kapital schlagen können. Jene Äußerungen Freuds bleiben mehrdeutig, jedenfalls dokumentiert sich in ihnen nicht eine Überzeugung, die in der Konfrontation der Triebe mit dem Geiste diesem eine Gleichursprünglichkeit oder gar einen Vorrang zugestehen würde.

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