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Weizsäcker, V.V. (1951). EIN RECHT DER NEUROSE?. Psyche – Z Psychoanal., 5(5):270-277.

(1951). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(5):270-277

EIN RECHT DER NEUROSE?

Viktor Von Weizsäcker

Beobachtungen und Unterhaltungen erregen den Wunsch in mir, hier einige Gedanken mitzuteilen, die auch anderen von Nutzen sein könnten. Die Beobachtungen betreffen das Gewoge zwischen Ablehnung und Bedürfnis nach einer tiefenpsychologischen Einsicht. Die Unterhaltungen mit Patienten, Ärzten, Lernenden und das Selbstgespräch zeigen dasselbe pro und contra, nur in einer näheren und verantwortlicheren Situation. Die Gedanken darüber können nicht viel Neues bringen, wenn sie nur in einer Einfühlung in die Lage der Psychoanalyse vor 3 oder 4 Jahrzehnten bestehen; Neues ergibt sich daraus, daß die Lage heute anders ist und jetzt begriffen werden sollte. Ein Versuch dazu wird hier vorgebracht.

I

Wenn es ein gutes Recht zur Neurose gibt, dann ist auch ein Widerstand gegen ihre Behandlung und Beseitigung auf dieses gute Recht aufgebaut Das Kriterium, wonach ein Mensch, der Schmerzen, Not, Unbehagen empfindet, berechtigt ist, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, dieses Kriterium wird in dem Augenblick hinfällig, in welchem er solche Unlust als den einzigen Weg begrüßt, der zu seiner Rettung, Erlösung in einer übernatürlichen Welt führt, wie solches im Christentum, im Gebet und in der Askese sich findet. Selbst wenn ein solcher asketischer Christ zugibt, daß nicht von jedem Menschen dergleichen zu fordern ist, so bleibt es doch so, daß diese Art der Schmerzbejahung als die höhere, die religiöse Art des Menschseins beurteilt wird.

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