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Vetter, A. (1951). Pophal, R.: Das Strichbild. Zum Form-und Stoffproblem in der Psychologie der Handschrift. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1950. Mit 19 Tafeln. 60 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 5(8):122-123.

(1951). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(8):122-123

Pophal, R.: Das Strichbild. Zum Form-und Stoffproblem in der Psychologie der Handschrift. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1950. Mit 19 Tafeln. 60 Seiten.

Review by:
August Vetter

Die Eigenart der Strichstruktur, des „Grundelementes“ (M. Hartge) nicht nur der Schrift, sondern auch der Zeichnung, ist über dem offenbaren Bewegungscharakter der Handschrift, aber auch ihren Formproblemen gegenüber, eigentümlich wenig beachtet geblieben. Der Vertreter des Hamburger Lehrstuhls für Graphologie unternimmt in der vorliegenden Untersuchung, diesen bedeutsamen Tatbestand methodisch zu klären. Und zwar indem er zunächst die aristotelische Unterscheidung von Form und Stoff auf das Feld der Handschriftdeutung anwendet. Im Strich als solchen erkennt Pophal den graphischen „Stoff“, der grundsätzlich sowohl von der Formgestaltung als auch von der Schreibbewegung zu unterscheiden sei. Und er sieht darin den Niederschlag eines „seelischen“ Stoffes, worunter das „Substrat“ bestimmter seelischer Eigenschaften verstanden ist, die „unmittelbar“ nur damit in Verbindung gebracht werden können. Es handelt sich also gleichsam um ein „Protoplasma“ der seelischen Wirklichkeit, das graphisch wenigstens vorzugsweise im Strich zur Erscheinung kommt.

Diese denknotwendige Hypothese voraussetzend, untersucht Pophal den „inneren Strichaufbau“ auf Grund sorgfältig erstellter Mikrobilder. Die so zutage tretenden Verschiedenheiten werden unter drei Gesichtspunkten betrachtet: Während die Randbeschaffenheit „bereits zur äußeren Strichform gehört“ und die Richtungsfestigkeit „weitgehend im Bereich des Motorischen liegt“, stellt die Eigenart der Strichtextur (das Verhältnis der Pigmentpartikel zueinander) den „bedeutendsten Faktor“ für die Bewertung des „Striches in sich“ dar.

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