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Schottlaender, F. (1951). DAS ICH UND SEINE DETERMINANTEN: Ein Beitrag zur Frage der Neurosenentstehung. Psyche – Z Psychoanal., 5(9):497-508.

(1951). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(9):497-508

DAS ICH UND SEINE DETERMINANTEN: Ein Beitrag zur Frage der Neurosenentstehung

Felix Schottlaender

Der Psychotherapeut, der die „Behandlung“ eines neurotischen Menschen beginnt, ist sich gewöhnlich nicht darüber im klaren, welchen Umfang das Unternehmen hat, auf das er sich einläßt. Schon der Ausdruck „Behandlung“, der in der Organmedizin mehr oder weniger gut am Platz ist, ist für das psychotherapeutische Unternehmen ganz und gar unangebracht. Ein Mensch erschließt sich: er berichtet von sich selber, er spricht Dinge aus, die er nie einem andern gesagt haben würde, die er kaum selber zu denken wagte: peinliche Ereignisse, gefährliche Träume, schlimme Phantasien —die Aufgabe des Psychotherapeuten ist es, zuzuhören, zu verstehen, auch zu deuten, wenn die Zeit reif dazu ist — wie man sieht, alles andere als „behandeln“, das immer auf ein aktives Tun („mit den Händen“) hinweist. Mit jedem neuen Menschen tut sich eine neue Welt vor uns auf; die Kategorien, die wir erlernt haben und mit denen wir die neurotischen Erscheinungen zu bewältigen suchen, versagen weithin vor dem Reichtum an Erlebnis, an Erinnerung, an Phantasie, aber auch an spezifischer Not und Hilflosigkeit, die sich allmählich dem Zuhörenden enthüllen. Ich nenne die so erwachsende Beziehung zwischen einem Menschen, der sich einem andern allmählich eröffnet, und dem zuhörenden Psychotherapeuten mit Keyserling Polarisation und verstehe darunter jene unmittelbare und einzigartige, unaustauschbare Wechselwirkung zwischen dem Ich eines „Patienten“ und dem Ich des Psychotherapeuten.

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