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Storch (1952). Zucker, Konrad: Psychologie des Aberglaubens. Verlag Scherer, Heidelberg, 1948, 330 Seiten, DM 18.-. Psyche – Z Psychoanal., 5(12):175-177.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(12):175-177

Zucker, Konrad: Psychologie des Aberglaubens. Verlag Scherer, Heidelberg, 1948, 330 Seiten, DM 18.-

Review by:
  Storch

Das Buch, das die psychologischen Wurzeln des Aberglaubens aufzudecken sucht, gibt einen auf ausgedehnter Literaturkenntnis fundierten und mit zahlreichen Beispielen aus dem Leben gut belegten Einblick in die Welt des abergläubischen Erlebens. Bei der Sichtung der verwirrenden Fülle der hierher gehörigen Erscheinungen nach psychologischen und phänomenologischen Gesichtspunkten ergibt sich folgende Gliederung des gesamten Gebietes: der magische Aberglauben, der mystische Aberglauben und das Gebiet der Ahnungen, Vorgefühle, Gespenster- und Spukerlebnisse. Der erstgenannte, der magische Aberglauben an das Zaubern entspricht der Denkform der primitiven Völker. Das primitive und das rationale Denken sind verschiedene Denkformen, die nicht ineinander übergehen können im Gegensatz zur Denktätigkeit, die sich verändert und entwickelt. Zaubern, Segnen und Fluchen, der böse Blick, der Amulett-Talisman- und Hexenglaube sind magische Auffassungen und Praktiken, im Kampf gegen außermenschliche, dämonische Übermächte. Dem mystischen Anteil des Aberglaubens entstammen alle abergläubischen Kulthandlungen mit sakraler Bedeutung, der Glaube an die Bedeutung bestimmter Zeiten und Orte, Orakelwesen und Wahrsagerei. Ihr Ursprung liegt im Ergriffensein von den kosmischen Geschehnissen, zu ihr gehört der Schicksalsglaube. Ihren Ausdruck findet dieser mystische Aberglaube in einem Ritual, dessen strenge Bewahrung nötig ist, um die bedrohlichen Mächte im Zaum zu halten. Ein fehlschlagender Ritus „verletzt und zersetzt einen Gott“, der versäumte Ritus „öffnet die Pforten dem Chaos“ (Evola).

Die Unterscheidung des Magischen und des Mystischen (im Sinne von Frobenius und R. Otto) geht von dem Gesichtspunkt aus, daß im magischen Bereich eine willensmäßige, auf die Beherrschung der Welt gerichtete Aktivität vorherrscht. Das Mystische dagegen bedeutet Hingabe und Ergriffenwerden, geht somit gerade auf die Aufhebung der Zweiheit von Ich und Welt, die im Magischen auseinandertreten.

Beim Ahnen treten Bedeutungserlebnisse mit besonderem Eindringlichkeitscharakter auf, beim Gespenstersehen Bannungsgefühle.

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