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Frederking (1952). Hogg, James: Vertrauliche Aufzeichnungen und Bekenntnisse eines gerechtfertigten Sünders. Mit einer Einführung von André Gide. Aus dem Englischen übertragen von Peter Dülberg. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart, 1951. 334 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 5(12):204-205.

(1952). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(12):204-205

Hogg, James: Vertrauliche Aufzeichnungen und Bekenntnisse eines gerechtfertigten Sünders. Mit einer Einführung von André Gide. Aus dem Englischen übertragen von Peter Dülberg. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart, 1951. 334 Seiten.

Review by:
  Frederking

Sind diese vertraulichen Aufzeichnungen eines gerechtfertigten Sünders Träumerei oder Wahnwitz oder aber eine religiöse Parabel, die nahezu Unantastbares bildlich darstellen will? Diese Frage, die sich der Herausgeber, in Wahrheit der Verfasser selbst, am Schluß stellt, wird von ihm offen gelassen. Und so bleibt denn der Inhalt des Werkes auch für den Leser in einer eigentümlichen Schwebe zwischen Tatsächlichkeit und wahnhaft erscheinender Phantasie. Aber aus dieser Mischung allein wird die besondere aufrührende Wirkung des Buches, die es auch auf den heutigen Leser haben kann, nicht hinreichend verständlich.

Von dem Großteil der zeitgenössischen romantischen Literatur — es ist 1824 erschienen und jetzt erst richtig entdeckt worden — hebt es sich ab durch eine erschütternde symbolische Kraft, die in jener Zeit nur ganz ausnahmsweise, selbst bei E. T. A. Hoffmann nur vereinzelt zu finden ist. Hier wird nicht eine ferne Welt herangezerrt und in die gegenwärtige vermengt. Sondern es wird noch aus der vollen Wirklichkeit einer streng puritanischen Lebensform und ihres Prädestinationsglaubens geschöpft und dann freilich ins Große übersteigert.

Es leuchtet sehr ein, wenn André Gide im Vorwort die Gestalt des gerechtfertigten Sünders als einen gerade in unserer Zeit wieder gültigen Typus, ein Sinnbild des gewalttätigen Menschen hinstellt, der sich die schlimmsten Verbrechen glaubt erlauben zu können, weil er sich für einen Auserwählten hält. Aber es ist noch mehr und Tieferes in diesem Werk enthalten.

Wenn man es als Psychotherapeut bestimmten Patienten zu lesen gibt, die dessen bedürftig erscheinen, weil sie im Ringen um das Echtwerden ins Stocken geraten sind, so kann man eine bedeutsame, nicht ganz überraschende Erfahrung machen.

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