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Boss, M. Fierz-Monnier, H.K. Maeder, A. (1953). HERKUNFT UND WESEN DES ARCHETYPUS-BEGRIFFES EINE DISKUSSION. Psyche – Z Psychoanal., 7(3):217-240.
   

(1953). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 7(3):217-240

HERKUNFT UND WESEN DES ARCHETYPUS-BEGRIFFES EINE DISKUSSION

M. Boss, H. K. Fierz-Monnier und A. Maeder

Vorbemerkung:

In Heft VI/10, Januar 1953, veröffentlichten wir unter gleichlautendem Titel einen Ausschnitt aus dem soeben erschienenen Buch von Medard Boss, „Der Traum und seine Auslegung“ (Huber, Bern). Die in diesem Ausschnitt vorgetragene Meinung war Diskussionsinhalt der Sitzung der Schweizerischen Gesellschaft für ärztliche Psychotherapie am 26. April 1953. Die dort abgegebenen Voten erschienen uns im Hinblick auf die Wichtigkeit des Themas so bedeutungsvoll, daß wir nicht gezögert haben, zwei der divergierenden Meinungen und Teile aus dem Schlußwort von M. Boss auch unseren Lesern zur Kenntnis zu bringen.

Die Redaktion

I Diskussionsvotum H. K. Fierz-Monnier, Kreuzlingen

Die Aufforderung, über den Aufsatz von M. Boss „Über Herkunft und Wesen des tiefenpsychologischen Archetypus-Begriffes“ (1) ein Diskussionsvotum zu geben, ehrt mich nicht nur; Boss zeigt damit auch, daß er eine eigentliche, wissenschaftliche Auseinandersetzung anstrebt. Es ist jedoch sehr in Betracht zu ziehen, daß für mich als praktizierenden Psychiater die theoretische Psychologie nicht Beruf, sondern Nebengebiet ist, und daß die Aufgabe, über den theoretischen Aufsatz von Boss in wissenschaftlichem Sinne zu sprechen, im Grunde ein Auftrag an einen Theoretiker wäre.

Es ist deshalb begreiflich, wenn ich mich bei der Lektüre der Arbeit von Boss in erster Linie von der ganz ausgezeichneten therapeutischen Leistung spontan angesprochen fühlte, wie sie sich in dem von ihm gegebenen praktischen Beispiel zeigt. Wenn es, wie Boss sagt, im Verlaufe der Therapie zu einer „phylogenetischen Entwicklung“ gekommen ist, zu einer Entfaltung von der Pflanze zum Tier, vom Tier zum Menschen, so ist dies vielleicht nicht zuletzt auch eine Folge seines sorgfältig-geduldigen psychotherapeutischen Vorgehens. Vorzüglich gelungen ist auch die Darstellung des hochinteressanten Falles, und besonders ist das psychologische Material ausgedehnt dargelegt, so wie es sich im Verhalten des Patienten, in seinen Gedanken, Vorstellungen und Träumen zeigt.

Um

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