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Rom, P. (1955). ADLERS VERHÄLTNIS ZU FREUD. Psyche – Z Psychoanal., 9(2):117-123.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(2):117-123

ADLERS VERHÄLTNIS ZU FREUD

Paul Rom

Vorbemerkung der Redaktion

Der Streit zwischen den Tiefenpsychologen — nicht nur zwischen verschiedenen ihrer Schulen, sondern oft innerhalb ein und derselben — ist legendär. Er ist viel belächelt worden, viele hat er abgestoßen. Man darf es aber nicht mit dieser affektiven Quittierung eines wirklich beunruhigenden Phänomens bewenden lassen. Am Ende der Verwüstung Europas in den Religionskriegen soll Montaigne zu Heinrich IV. von Frankreich gesagt haben: Wozu der Streit, keiner kann beweisen, was er behauptet. Die Aufgeklärtheit unsrer Epoche ändert nichts an der Tatsache, daß Menschen leidenschaftlich an der Welt, je der ihren, teilnehmen. Ein Tiefenpsychologe verfolgt das in jeder Sitzung bei seinen Patienten. Aber offenbar kann man nicht über jenen Schatten springen, der persönliche Entscheidung heißt und der einen von den Entscheidungen der anderen trennt. Es wird nie ein tiefenpsychologisches Esperanto geben, wohl aber größere und kleinere Sprachbereiche der Tiefenpsychologie. Zu lernen, die Individualität aus ihren Entscheidungen zu verstehen, dafür ist der Tiefenpsychologe professionell im Umgang mit denen, die bei ihm Hilfe suchen, geschult. Was aber noch vernachlässigt zu sein scheint, ist die Schule des Umgangs untereinander. Aber darin ist nicht mehr ein wissenschaftliches Problem allein enthalten, sondern die große Dialektik von Toleranz und bindender Verantwortung.

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