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Hochheimer (1955). ANTHROPOLOGIE: Mensch — Geschlecht — Gesellschaft. Das Geschlechtsleben unserer Zeit gemeinverständlich dargestellt. Herausgegeben von Dr. Dr. H. Giese und Dr. A. Willy. Frankfurt/Main (Dr. Günter Zühlsdorf als Deutsche Lizenzausgabe von Guillaume Aldor, Paris) 1954. 998 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 9(4):773-777.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(4):773-777

ANTHROPOLOGIE: Mensch — Geschlecht — Gesellschaft. Das Geschlechtsleben unserer Zeit gemeinverständlich dargestellt. Herausgegeben von Dr. Dr. H. Giese und Dr. A. Willy. Frankfurt/Main (Dr. Günter Zühlsdorf als Deutsche Lizenzausgabe von Guillaume Aldor, Paris) 1954. 998 Seiten.

Review by:
  Hochheimer

64 Autoren verschiedenster Fachrichtungen, Spezialisierungen und Prominenzgrade haben 131 „Kapitel“ geschrieben, damit ein „Gesamtbild des menschlichen Geschlechtslebens“ entstünde. Der eine der Herausgeber (Giese) steuerte allein 24 Kapitel als Einzel- oder Mitverfasser bei, der andere (Willy) 14. Der Umfang der einzelnen Kapitel schwankt zwischen 2 und 21 Seiten. Die Autoren entstammen im wesentlichen dem europäischen und amerikanischen Lebensraum und ergeben insgesamt eine ziemlich vollständige Gemeinschaft der auf dem Gebiete der Sexualwissenschaften Tätigen; Vertreter der Grenzwissenschaften wurden in mehr zufälliger Auswahl herangezogen.

„Über den Plan des Buches“ äußern die Herausgeber einleitend: die Bausteine der Einzelgänger an Teilproblemen des Geschlechtslebens müßten endlich einmal zu einem „Turm“ ausgebaut werden. Die bisher erschienenen Sammelwerke und Handbücher seien nur als Anläufe oder Versuche zu einer Koordinierung zu verstehen, wobei sich die Koordinierung auf ein Vorwort erstreckt hätte oder gar dem Leser als Aufgabe verblieben wäre. Die „Schwächen der größten Geister“ (hier wird als „typische Tragödie des Fachmannes“ Freud zitiert) lägen darin, ein Problem, das tausend Seiten habe, nur in einem einzigen Blickwinkel des eigenen Fachwissens sehen zu können (Seite 18). Weniger geniale Forscher als Freud erlägen diesem Irrtum noch leichter.

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