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Baumeyer, F. (1955). DER FALL SCHREBER. Psyche – Z Psychoanal., 9(9):513-536.

(1955). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(9):513-536

DER FALL SCHREBER

Franz Baumeyer

Freud hat nur im ersten großen Entwicklungsabschnitt der Psychoanalyse seine Theorie durch eingehende Krankendarstellungen belegt. Von diesen Krankengeschichten heben sich fünf durch ihre Ausführlichkeit heraus und sind zum klassischen Bestandteil der psychoanalytischen Literatur geworden. Jeden Analytiker verbindet deshalb ein wissenschaftliches und menschliches Interesse mit der Lebensgeschichte jener fünf Kranken, denen Freud eine so eingehende Darstellung gewidmet hat. Freud hat diesem Interesse selbst Rechnung getragen, indem er die Krankengeschichte des „Kleinen Hans“ durch eine Katamnese ergänzte. Über „Dora“ ist m. W. nichts Neues bekannt geworden. Mac Brunswick berichtete später über das weitere Leben des Wolfsmannes. Der frühe Tod des Rattenmannes hat es unmöglich gemacht, das Leben dieses Kranken weiter zu verfolgen. Durch verschiedene glückliche Umstände bin ich nun in die Lage versetzt worden, jetzt über das Leben Schrebers Weiteres mitzuteilen.

Schreber nimmt unter den erwähnten fünf Patienten insofern eine Sonderstellung ein, als er Freud nicht persönlich bekannt war und von ihm nicht behandelt worden ist. Auch verdankt Schreber seine Bedeutung nicht allein dem Interesse und der wissenschaftlichen Arbeit Freuds, sondern ebensosehr seiner eigenen Leistung. Die großartige Darstellung seiner Psychose, die bewunderungswürdige Sachlichkeit der Schilderung und die geradezu künstlerische Phantastik seines Wahnes machen die „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ zu einem klassischen Buch, das nach 50 Jahren nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat und dem auch später — an weiteren Selbstdarstellungen Geisteskranker — nichts Ebenbürtiges an die Seite gestellt worden ist.

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