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du Bois-Reymond, F. (1956). DER UNSTERBLICHE ÖDIPUS. Psyche – Z Psychoanal., 9(10):627-633.

(1956). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(10):627-633

DER UNSTERBLICHE ÖDIPUS

Fanny du Bois-Reymond

Mit dem Namen des griechischen Königs Ödipus verbinden sich heute einige ganz verschiedene Vorstellungen. Ursprünglich bezeichnete er eine Märchenfigur, deren Alter mit 5000 Jahren wohl nicht zu hoch angesetzt werden mag, die sich im Laufe dieser Zeit vielfach gewandelt und sich in besonders eindrücklicher Weise mit archetypischen Motiven angereichert hat. Als er ins Frühlicht der Geschichte tritt, ist Ödipus im böotischen The-ben lokalisiert, jedoch ist schon dieser „historische“ Ödipus sehr alt. Er war es, den Sophokles groß und maßgeblich gestaltete, und diese Gestalt verdrängte dann alle anderen. Von den drei Tragödien des Äschylos, die sich mit dem fluchbeladenen Labdakiden-Geschlecht befaßten, ist nur die letzte, „Sieben gegen Theben“ erhalten, in der Ödipus nicht mehr erscheint, und von den sehr zahlreichen anderen antiken Behandlungen des Ödipus-Stoffes hat sich keine neben der von Sophokles halten können.

Die griechischen Tragiker verwandten allgemein bekannte und zu ihrer Zeit noch durchaus lebendige Mythen- und Sagenstoffe, häufig mit dem Ergebnis, daß die eigene Lebendigkeit der Mythenfigur verblaßte und höchstens noch ein mehr oder weniger unpersönliches Märchendasein führte. Auch Ödipus ist es so ergangen. Heute befassen sich nur noch die Philologen mit seiner Herkunft und den vielfachen Varianten seiner Sage.

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