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Brandt, R.J. (1958). AUS DER ANALYSE EINES MÖRDERS. Psyche – Z Psychoanal., 12(1):18-32.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(1):18-32

AUS DER ANALYSE EINES MÖRDERS

Rudolf J. Brandt

Einführung

Wenn wir die Literatur über Kriminologie einer kritischen Betrachtung unterziehen, so finden wir nur zwei Hauptrichtungen. Die eine vertritt die Ansicht, daß kriminelles Betragen eine psychologisch bedingte Handlung ist, die aus den physischen Charakteristicis des Individuums ermittelt und vorhergesagt werden kann (Lombroso); die andere hält Kriminalität für eine soziologische Manifestation eines Unrechts, das bis auf seinen kausalen Urheber — die Gesellschaft — zurückverfolgt werden kann. Nur selten wird die relativ neue Theorie der Psychoanalyse erwähnt, wonach kriminelles Betragen eine neurotische Angelegenheit ist, deren Erforschung den gleichen Regeln untersteht, denen alle übrigen Neurosen unterstehen.

Erst 1915, also vor zirka vierzig Jahren, machte Freud beim Ordnungsversuch der verschiedenen Charaktertypen, denen er in der Psychoanalyse begegnete, die Wahrnehmung, daß das Wesentliche in jedem kriminellen Verhalten ein Ausdruck der subjektiven Schuld des Individuums ist. „Solche Taten (Verbrechen)“, stellte Freud fest, „sind vor allem darum vollzogen worden, weil sie verboten und weil mit ihrer Ausführung eine seelische Erleichterung für den Täter verbunden war. Er litt an einem drückenden Schuldbewußtsein unbekannter Herkunft, und nachdem er ein Vergehen begangen hatte, war der Druck gemildert. Das Schuldbewußtsein war wenigstens irgendwie untergebracht.

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