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Zulliger, H. (1958). ÜBER DEN KASTRATIONSKOMPLEX UND DEN PENISNEID BEI NORMALEN KINDERN. Psyche – Z Psychoanal., 12(3):199-210.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(3):199-210

ÜBER DEN KASTRATIONSKOMPLEX UND DEN PENISNEID BEI NORMALEN KINDERN

Hans Zulliger

Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist man ziemlich allgemein dahin gekommen, zu akzeptieren, daß auch das Kind schon eine Sexualität besitzt. Dies zu leugnen, wie es einst geschah, als Sigmund Freud darauf hinwies, geht nicht länger an, nachdem der Welt dafür die Augen geöffnet worden sind. Früher sah man die Tatbestände einfach nicht, weil man sie aus eigenen Verdrängungen zum vornherein für inexistent hielt. Das Kind galt als „rein, unschuldig und engelgleich“, punktum, und wer an dieser Betrachtungsweise zweifelte, war suspekt; er hatte eine „verdorbene Phantasie“ und beging beinahe ein Sakrileg. Kam man nicht darum herum, bei einem Kleinkind sexuelle Äußerungen festzustellen, etwa dann, wenn es offensichtlich onanierte, glaubte man an „Frühreife“, an einen „Ausnahmefall“ und schritt, alarmiert, pädagogisch ein. Der onanierende Säugling wurde etwa in Höschen aus dicker Wolle zum Schlafe gelegt; Ärzte empfahlen, ihm Fausthandschuhe anzuziehen, die man mit Bändern so befestigte, daß er sich nicht davon befreien konnte, und damit er bei seinen Manipulationen am eigenen Körper noch weiter behindert sei, steckte man seine Ärm-chen in Röhrenmanschetten aus Karton; wehrte er sich dagegen, schrie er zornig, wollte er nicht einschlafen, wurden ihm Baldriantropfen zur Beruhigung verschrieben.

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