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Seeberger, H. (1958). Die physiologische Lehre des Akademiemitglieds I. P. Pawlow in Psychiatrie und Neuropathologie. Redaktionskollegium: W. M. Vanstschikow, N. W. Konowalow, S. W. Kuraschow, S. A. Sarkissow, A. W. Sneshnewski, I. W. Streltschuk, O. W. Kerbikow, R. A. Tkatschjow, Berlin (VEB-Verlag Volk und Gesundheit) 1956, 397 Seiten, 22,90 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 12(4):749.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(4):749

Die physiologische Lehre des Akademiemitglieds I. P. Pawlow in Psychiatrie und Neuropathologie. Redaktionskollegium: W. M. Vanstschikow, N. W. Konowalow, S. W. Kuraschow, S. A. Sarkissow, A. W. Sneshnewski, I. W. Streltschuk, O. W. Kerbikow, R. A. Tkatschjow, Berlin (VEB-Verlag Volk und Gesundheit) 1956, 397 Seiten, 22,90 DM.

Review by:
H.-J. Seeberger

Vom 11. bis 15. Oktober 1951 fand in Moskau in einer gemeinsamen Sitzung des erweiterten Präsidiums der Akademie der Medizinischen Wissenschaften in der UdSSR mit dem Plenum des Vorstandes der Union-Gesellschaft der Neuropathologen und Psychiater eine Arbeitstagung statt, die zur Aufgabe hatte, das gesamte Gesundheitswesen der UdSSR, besonders aber die Psychiatrie und verwandte wissenschaftliche Gebiete, nach den Lehren I. P. Pawlows auszurichten. Seit der Oktober-Revolution (1917) wurde in der Sowjetunion von den verschiedensten Wissenschaftlern und Wissenschaftszweigen aus um die Anerkennung der Pawlow schen Lehren als die einzigen, die in der Medizin dem dialektischen Materialismus entsprechen, gekämpft. Durch das Referat Stalins (1950) über die Sprache, in dem das Denken als die höchste Form der Widerspiegelung der Außenwelt durch den Menschen im zweiten Signal-System interpretiert wurde, war die Auseinandersetzung zugunsten I. P. Pawlows entschieden. Alle anderen Theorien, besonders die Lehren über die Hirnlokalisation, wie sie von Wernicke, Kleist u. a. begründet wurden, wurden zu antisowjetischen idealistischen Irrlehren erklärt. Damit blieb den Vertretern der sowjetischen Neuropathologie und Psychiatrie nichts weiter übrig, als in öffentlicher Selbstkritik ihre bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten als gesellschaftsfeindlich und falsch zu erklären. Der Inhalt des hier vorliegenden Buches gibt die Anklagereden der Pawlowianer mit Prof. A. G. Iwanow-Smolenski an der Spitze und die Selbstkritik der bisher führenden sowjetischen Psychiater, Neurologen und Neuropathologen wieder.

Interessant ist die Begründung, die der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Psychiatrie in Moskau gibt, um sein „fehlerhaftes“ Verhalten zu begründen: „Wodurch wurde das (die Ablehnung der Lehren von Pawlow, Einfügung des Ref.) hervorgerufen? Ich glaube dadurch, daß man das Prinzip der Parteilichkeit in der Wissenschaft vergaß.“

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