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Rosenkötter, L. (1958). AUSLÖSENDE FAKTOREN BEI AKUTEN PSYCHOSEN. Psyche – Z Psychoanal., 12(7):415-429.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(7):415-429

AUSLÖSENDE FAKTOREN BEI AKUTEN PSYCHOSEN

Lutz Rosenkötter

Unsere Auffassung der Psychosen hat sich in der letzten Zeit immer deutlicher gewandelt. Sie entfernte sich von der bisher dominierenden Lehre der „Endogenität“ und rückte die Verstehbarkeit bestimmter psychotischer Erscheinungsformen in den Vordergrund. Ein Schrittmacher auf diesem Wege war Freud mit seiner Analyse von Schrebers Paranoia. Eugen Bleuler hat zur gleichen Zeit die von Freud entdeckten unbewußten Vorgänge zum Verständnis psychotischer Inhalte herangezogen. Ernst Kretschmer hat ebenfalls schon frühzeitig auf die Verstehbarkeit bestimmter Sonderformen der Psychose hingewiesen; die Abgrenzung endogener und psychogener Faktoren hat ihn veranlaßt, Kernpsychosen und Randpsychosen zu unterscheiden. Diese Unterscheidung nimmt in der psychiatrischen Literatur einen immer breiteren Raum ein; auch in den skandinavischen Ländern (Langfeldt) hat man die „schizophreniforme Psychose“ von der eigentlichen Schizophrenie abgetrennt.

In Amerika hat Sullivan ein Denkmodell geschaffen, das die Manifestationen der Schizophrenie aus der Lebensgeschichte des Kranken erklärt. Er führte die gestörte Persönlichkeitsstruktur des Schizophrenen auf ungünstige zwischenmenschliche Faktoren in der Kindheit zurück, wodurch das Gefühl der Selbstidentität und des Selbstwertes verwundbarer wurde als bei geistig Gesunden. Durch Ereignisse, die dem Selbstwertgefühl des Betroffenen einen entscheidenden Schlag versetzen, kommt es, wie er glaubt, zu einem Zurücksinken in jene archaisch-magische Denkweise, die der frühen Kindheit und der Psychose gemeinsam ist.

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