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Krapf, E. (1958). DIE ARBEIT DER WORLD HEALTH ORGANIZATION IN BEZUG AUF DIE SEELISCHE GESUNDHEIT IN SICH WANDELNDEN KULTUREN. Psyche – Z Psychoanal., 12(7):474-478.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(7):474-478

MITTEILUNGEN

DIE ARBEIT DER WORLD HEALTH ORGANIZATION IN BEZUG AUF DIE SEELISCHE GESUNDHEIT IN SICH WANDELNDEN KULTUREN

Eduardo Krapf

Als ich eingeladen wurde, über die Arbeit der World Health Organization in bezug auf Probleme der seelischen Gesundheit in sich wandelnden Kulturen zu berichten, war ich mir eigentlich nicht ganz klar, worüber ich, genau genommen, sprechen sollte. Es ist in der Tat schwer, sich eine völlig unveränderliche Kultur vorzustellen; während einerseits selbstverständlich beachtliche Unterschiede im Umfang und Tempo der stattfindenden Veränderungen vorhanden sind, scheint es andererseits kaum möglich, eine scharfe Trennungslinie zwischen Kulturen zu ziehen, die bedeutende oder unbedeutende Wandlungen durchmachen.

Zweifellos gibt es heute viele Gebiete, in denen eine Industrialisierung westlicher Art störend auf die überlieferten Strukturen vorwiegend landwirtschaftlicher Kulturen einwirkt. Es würde jedoch ein schwerer Fehler sein, wenn wir übersähen, daß auch in industriell hochentwickelten Ländern dauernd wichtige Veränderungen vor sich gehen. Insbesondere, wenn wir kulturelle Veränderungen auf ihre möglichen Rückwirkungen auf die seelische Gesundheit untersuchen wollen, dürfen wir unser Blickfeld nicht nur auf die Vorgänge in den sogenannten unterentwickelten Gebieten beschränken. Jeder erfahrene Psychiater weiß, daß es einfacher ist, die Neurose eines anderen zu diagnostizieren als die eigene — dieselbe Regel gilt auch für die diagnostische Beurteilung kultureller Strukturen.

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