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Müller, C. (1958). PSYCHIATRIE: Das paranoide Syndrom in anthropologischer Sicht. Symposium auf dem zweiten internationalen Kongreß für Psychiatrie im September 1957 in Zürich. Veranstaltet von J. Zutt mit C. Kulenkampff. Berlin-Göttingen-Heidelberg (Springer Verlag) 1958, 70 Seiten, 12,60 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 12(8):820-827.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(8):820-827

PSYCHIATRIE: Das paranoide Syndrom in anthropologischer Sicht. Symposium auf dem zweiten internationalen Kongreß für Psychiatrie im September 1957 in Zürich. Veranstaltet von J. Zutt mit C. Kulenkampff. Berlin-Göttingen-Heidelberg (Springer Verlag) 1958, 70 Seiten, 12,60 DM.

Review by:
Chr. Müller

Es fehlte in den letzten Jahren nicht an mehr oder weniger melancholischen oder triumphierenden Grabreden auf die klassische psychopathologische Betrachtungsweise. Am schärfsten hat es kürzlich vielleicht Conrad formuliert, wenn er sagte, daß die Lehre, die eine ganze berühmte Psychiatergeneration aufgestellt habe, dazu verurteilt sei, im völligen Stillstand zu enden.

So kraß nehmen die Veranstalter dieses Symposiums nicht Stellung gegen das Vergangene, aber sie verschweigen doch auch nicht ihre Ansicht, wonach die anthropologische Betrachtungsweise einen Weg aus der Sackgasse darstelle. Um ihr Anliegen aus der theoretischen Allgemeinheit zu heben und um den Teilnehmern des Symposiums eine solidere Diskussionsgrundlage zu geben, haben sie das paranoide Syndrom als Modell gewählt, an dem die anthropologische Auffassung exemplifiziert werden kann. Um es gleich vorwegzunehmen: der unvoreingenommene Leser hat den Eindruck, daß unter den Diskussionsrednern eine Übereinstimmung darüber bestand, daß hier eine Störung vorliege, die nicht einfach als isoliertes Symptom gewertet werden könne, sondern ihren Grund im Dasein des betroffenen Menschen selbst habe. Andrerseits zeigten die verschiedenen Beiträge deutlich, wie unterschiedlich die Auffassung vom Dasein und seiner Wandelbarkeit oder Unwandelbarkeit sein kann.

So oder so ist der Schnitt kühn und radikal: Wenn Grund und Ursprung des paranoiden Syndroms (und damit der schizophrenen Störung wohl überhaupt) in einer „Störung des menschlichen Daseins“ liegen, dann wird schlagartig die Existenzberechtigung einer naturwissenschaftlich orientierten Denkweise in der Psychopathologie in Frage gestellt.

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