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von Uexküll, T. (1958). FUNKTIONELLE SYNDROME IN DER PRAXIS. Psyche – Z Psychoanal., 12(9):481-496.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(9):481-496

FUNKTIONELLE SYNDROME IN DER PRAXIS

Thure von Uexküll

I Probleme der Definition

Was sind „funktionelle Syndrome“? Die Modekrankheit unserer Tage, in der sich — wie H. Hoff (1) von der vegetativen Dystonie meint — das allgemeine Unbehagen einer Zeit in der jeweils von ihrer Medizin erdachten Form niederschlägt; also ein Äquivalent dessen, was zu Anfang des Jahrhunderts „Colitis“, dann „Appendicitis“, und schließlich „Oralsepsis“ hieß? Es kann so sein. Ein Unbehagen in der Kultur hat es zu allen Zeiten gegeben. Neu ist aber die Fragestellung, ob und wie weit es sich in körperlichen Krankheitssymptomen niederschlagen kann, und was es dann für die Pathogenese menschlicher Krankheiten bedeutet.

Der Antwort stellen sich erhebliche Schwierigkeiten in den Weg: Wir glauben ungefähr zu wissen, was funktionelle Syndrome sind. Aber sobald wir näher hinsehen, beginnt alles zu zerfließen. H. Hoff bekam auf die Umfrage, was „vegetative Dystonie“ sei, von 10 verschiedenen Ärzten 10 verschiedene Antworten. Das gleiche zeigt sich in der überwältigenden Fülle von Bezeichnungen, die letzten Endes alle dasselbe meinen wie unser Ausdruck „funktionelles Syndrom“. Die Tabelle 1 zeigt eine Musterkollektion, die sich sicher noch vervollständigen läßt.

Wir finden hier die verschiedenen Lieblingshypothesen unserer Zeit über „Primär-Reaktoren“ im pathogenetischen Geschehen: Das Vegetativum, das Endocrinium, die Psyche.

Allen Begriffen der medizinischen Terminologie haften Mängel an. Sie sind um so größer, je höher ihr Gehalt an unbewiesenen Prämissen ist.

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