Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To report problems to PEP-Web…

PEP-Web Tip of the Day

Help us improve PEP Web. If you find any problem, click the Report a Problem link located at the bottom right corner of the website.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Meinertz, J. (1958). GRUNDSĂ„TZLICHES ZUR FRAGE DER PSYCHOSOMATIK. Psyche – Z Psychoanal., 12(9):521-522.

(1958). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(9):521-522

GRUNDSÄTZLICHES ZUR FRAGE DER PSYCHOSOMATIK

J. Meinertz

Vor neun Jahren, als hier in Wiesbaden die Psychosomatik ein Hauptthema des Internistenkongresses war, zeigte es sich — für viele überraschend —, daß keiner der Internisten, Psychotherapeuten, Psychiater die Möglichkeit psychischer Einflüsse bei der Entstehung anatomisch faßbarer krankhafter Veränderungen leugnete. Über die Reichweite solcher Zusammenhänge waren allerdings die Redner denkbar verschiedener Meinung: Am einen Ende standen diejenigen, die hier sozusagen alles für möglich hielten, am andern manche, die so viele Einschränkungen ihrer grundsätzlichen Zustimmung machten, daß kaum etwas davon übrig blieb. Auch heute ist die Lage noch ähnlich, ja, enthusiastische Betrachter haben ihre positive Einstellung so überspitzt, daß die mehr konservativen Kritiker geneigt sind zu sagen: da bleiben wir lieber bei der bewährten anatomischen oder allenfalls chemischen Grundlage der Erscheinungen. Eins ist aber nach wie vor bemerkenswert: gerade dort, wo sich jahrzehntelang die gesamte Krankheitslehre auf die pathologische Anatomie und die hier in überwältigender Fülle zuströmenden neuen Befunde gründete, nämlich in der inneren Medizin, hatte man für die veränderten Fragestellungen großes und wachsendes Verständnis. Die Psychiatrie dagegen neigt auch heute noch dazu, die Bedeutung der anatomischen Befunde, genauer: einer materiell faßbaren Grundlage in den Vordergrund zu stellen (und sich im übrigen auf die freilich hochverdienstliche, immer subtiler werdende phänomenologische Forschung zu beschränken), obgleich auf psychiatrischem Gebiet der anatomische Befund im allgemeinen gerade fehlt.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.